Wimmelspiel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Wimmelspiel oder Wimmelbildspiel ist eine Computerspiel-Form und Variante der Computer-Denkspiele.

Beschreibung[Bearbeiten]

Wimmelbildspiele weisen in technischer Hinsicht Parallelen zum Point-and-Click-Adventure auf. Der Spieler versucht, in einem meist detailliert gestalteten, unbewegten oder sehr wenig animierten Bild, verschiedene Gegenstände, Teile von Gegenständen oder geometrische Figuren zu finden.[1] Die Schwierigkeit, Dinge zu finden besteht zumindest anfänglich darin, dass der Spieler die Art der Darstellung, sowie Form, Größe, Ausrichtung usw. nicht kennt. Viele Begriffe haben zudem mehrere Bedeutungen. Manchmal sind Dinge nicht direkt auffindbar, sondern in weiteren versteckt, so dass diese erst per Klick entfernt oder geöffnet werden müssen. In manchen Spielen müssen die Gegenstände möglichst innerhalb eines bestimmten Zeitlimits gefunden werden. Es gibt Wimmelspiele, in denen es ausschließlich um das Entdecken von Dingen geht und solche, in denen Bilder durch eine Handlung eingerahmt werden. Daneben gibt es Programme, die Wimmelbilder mit verschiedenen weiteren Rätseltypen kombinieren, häufig genannt HOPA (Akronym zu Hidden Object Puzzle Adventure).

Geschichte[Bearbeiten]

Patrick Wiley, dem Vizepräsidenten der Big Fish Studios, zufolge, war das erste Wimmelbildspiel das hauseigene Mystery Case Files: Huntsville, das 2005 erschienen ist. Es basiert auf Kinderspielen wie zum Beispiel I Spy: Spooky Mansions und der TV-Serie Cold Case Files. Da der erste Teil sehr erfolgreich war, war man sich schnell einig, einen Nachfolger zu produzieren. Bis heute wurden neun Teile der Mystery-Case-Files-Reihe veröffentlicht.[2]

Wimmelbildspiele haben sich bei Gelegenheitsspielen (engl. Casual Games) zu einem beliebten Trend entwickelt.[3] Beispiele für Wimmelbildspieleserien sind Dream Chronicles (PlayFirst), Mortimer Beckett (RealArcade/GameHouse), Hidden Expedition und Mystery Case Files (beide von Big Fish Games).

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ally Noble Desert Island Disks. Retro Gamer (Imagine Publishing) (53): 79. „Hidden object games … For example, you're a detective looking for clues in a picture ... they might be in monochrome on the wallpaper or peeping out from behind something.“
  2. Die Geschichte der Wimmelbildspiele Bigfishgames.de. 4. Juli 2003. Abgerufen am 24. Juli 2013
  3. Albert Kim (30. September 2008). "Casual Games: 'Peggle Nights' and 'The Lost Cases of Sherlock Holmes'". EW.com. "Mystery titles, particularly hidden-object games, have become a hugely popular segment of the casual-game market". Abgerufen am 24. Juli 2013