Wirtschaftsstrategischer Rohstoff

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Unter wirtschaftsstrategischen Rohstoffen werden Metalle und Mineralien verstanden, deren längerfristige Verfügbarkeit für wichtig gehalten wird.[1][2]

Begriffsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Begriff wirtschaftsstrategische Rohstoffe wurde erstmals durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsprogramms "Wirtschaftsstrategische Rohstoffe für den Hightech-Standort Deutschland" – Bestandteil des BMBF-Rahmenprogramms "Forschung für nachhaltige Entwicklung" (FONA)[3] im Bereich Ressourceneffizienz[4][5] – verwendet.[6]

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Industrie in Deutschland ist die Verfügbarkeit bestimmter Rohstoffe – in erster Linie nichtenergetische mineralische Ressourcen – von besonderer Bedeutung. So wird etwa für den Bau von Windkraftanlagen häufig das Metall Neodym benötigt, für Solaranlagen Indium und in der Elektromobilität beispielsweise Lithium und Seltene Erden. Bei diesen sogenannten Hochtechnologie-Rohstoffen ist Deutschland zumeist auf Importe angewiesen. Die Preise für derartige Rohstoffe steigen.[7]

Maßnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zahlreiche Studien beschäftigen sich in den vergangenen Jahren mit der Frage, welchen Rohstoffbedarf die Zukunftstechnologien nach sich ziehen und welche Risiken der Versorgung entstehen können.[8][9] Analysiert wurden dabei einzelne mineralische Elemente oder Stoffgruppen wie Platingruppenmetalle, Seltene Erden und andere Hochtechnologie-Metalle.

Das Programm "Wirtschaftsstrategische Rohstoffe für den Hightech-Standort Deutschland" verfolgt das Ziel, die Forschung, Entwicklung und Ausbildung entlang der Wertschöpfungskette nichtenergetischer mineralischer Rohstoffe in den nächsten fünf bis zehn Jahren auszubauen. Das Programm richtet sich an Universitäten, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft. Es will die angewandte Forschung und deren Verknüpfung mit der Grundlagenforschung stärken. Die Umsetzung des Programms erfolgt über konkrete Fördermaßnahmen (r2, r3, r4) und wird darüber hinaus durch flankierende Maßnahmen wie wissenschaftliche Netzwerke oder Maßnahmen zur Steigerung der Akzeptanz für die heimische Rohstoffgewinnung unterstützt. Zusätzlich soll die internationale Zusammenarbeit, besonders auf europäischer Ebene, erheblich verstärkt werden.[10][11][12][13][14]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wirtschaftsstrategische Rohstoffe
  2. Wirtschaftsstrategische Rohstoffe für die Hochtechnologie in Europa
  3. BMBF-Webseite zum FONA-Rahmenprogramm
  4. FONA Rohstoffeffizenztechnologien
  5. Webseite des Projektträgers Jülich
  6. Bundesministerium für Bildung und Forschung
  7. Entwicklung der Rohstoffpreise
  8. Rohstoffe für Zukunftstechnologien (Fraunhofer ISI) (Memento des Originals vom 21. Oktober 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/isi.fraunhofer.de (PDF-Datei; 3,4 MB)
  9. Kritische Rohstoffe für Deutschland (IZT) (PDF-Datei; 91 kB)
  10. Fördermaßnahme r2
  11. Fördermaßnahme r3
  12. Fördermaßnahme r4
  13. Fördermaßnahme "r4 - Innovative Technologien für Ressourceneffizienz - Forschung zur Bereitstellung wirtschaftsstrategischer Rohstoffe" für Bildung und Forschung (Memento des Originals vom 2. Dezember 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.energiespeicher-nds.de (energiespeicher-nds.de, abgerufen am 29. November 2013)
  14. Forschung für nachhaltige Entwicklungen (FONA) - Innovative Technologien für Ressourceneffizienz (r4) - Forschung zur Bereitstellung wirtschaftsstrategischer Rohstoffe (foerderdatenbank.de, abgerufen am 29. November 2013)