Wolfgang Sykorra

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Wolfgang Felix Sykorra (* 1945) ist ein deutscher Romanist, Anglist und Sachbuchautor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sykorra wuchs in einem Essen-Bergeborbecker Industriegebiet auf und besuchte von 1955 bis 1964 das Gymnasium Borbeck.

Anschließend studierte er Romanistik und Anglistik an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und an der Universität Dijon. Es folgten Aufenthalte in Paris und London. Seine Promotionsschrift zum Dr. phil. mit dem Thema Friedrich Diez’ Etymologisches Wörterbuch der romanischen Sprachen und seine Quellen reichte er 1973 an der Philosophischen Fakultät der Universität Bonn ein. Mit seiner Frau zog er 1974 dann in den Essener Stadtteil Schönebeck, wo er neben seiner beruflichen Tätigkeit als Gymnasiallehrer in unterschiedlichen Funktionen an Schule, Universität und Bezirksregierung auch von 1980 bis 1998 SPD-Ortsverbandsvorsitzender war. Er engagierte sich damals auch für den Erhalt des heutigen Naturschutzgebiets Winkhauser Tal. Neben dem Umweltschutz war ihm immer die schulische und gesellschaftliche Integration von Menschen mit Behinderungen ein Anliegen.[1] Von 1987 bis zu seiner Pensionierung 2006 war er Direktor des Gymnasiums Borbeck.[2]

Sykorra veröffentlicht Werke und Beiträge zur Sprach- und Literaturwissenschaft sowie zur Sozial- und Regionalgeschichte des Ruhrgebiets. Sein 2013 herausgegebenes Buch Von der Penne in die Welt, in dem er Schülerporträts des Gymnasiums Borbeck verschiedener Epochen schildert, auch in der Zeit des Nationalsozialismus, wurde 2014 in die Yad-Vashem-Bibliothek der Gedenkstätte der Märtyrer und Helden des Staates Israel im Holocaust in Jerusalem aufgenommen.[3]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich Diez' Etymologisches Wörterbuch der romanischen Sprachen und seine Quellen. [zgl. Diss.] Romanisches Seminar der Universität Bonn, 1973.
  • mit anderen: europaLyrik 1775 – heute. Gedichte und Interpretationen. Hrsg. von Klaus Lindemann. Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn, München, Wien, Zürich 1982. ISBN 3-506-75045-3
  • mit Wolfgang Hillen: Bibliographie der literarischen Textausgaben für den Französischunterricht der Sekundarstufe II. Romanistischer Verlag, Bonn 1985. ISBN 978-3-924-88802-2
  • mit anderen: Gymnasium Borbeck 1905 – 1995. Chronik einer Schule im 20. Jahrhundert. Essen 1995.
  • mit anderen: Vom Kohlenpott zur Metropole Ruhr. Hrsg. von Rainer Henselowsky, Edition Rainruhr, Essen 2007 ISBN 978-3-981-15980-6
  • Der Essener Borbecker Bürger- und Verkehrsverein e. V. zwischen Stadt- und Schulentwicklung. Bürgerschaftliches Engagement im Ruhrgebiet. Essen 2009.
  • mit Andreas Koerner: Man war nie fremd. Die Essener Bergbaukolonie Schönebeck und ihr Stadtteil. Edition Rainruhr, Essen 2009. ISBN 978-3-981-15989-9
  • mit Dietmar Klinke: Evangelische Inklusive Zukunftsschule der Sekundarstufen I und II in Essen. Schulprogrammatische Überlegungen. Kirchenkreis Essen, Schulreferat, Essen 2010.
  • Borbecker Halblang. Ein Schulprojekt der Kulturhauptstadt Europas „Ruhr.2010“. Edition Rainruhr, Essen 2011. ISBN 978-3-941676-07-7
  • Von der Penne in die Welt. Borbecker Porträts. Edition Rainruhr, Essen 2013. ISBN 978-3-941-67617-6
  • mit Dietmar Klinke: Evangelische Inklusive Zukunftsschule Essen. Ein Schulgründungsprojekt im Spiegel der Presse. Kirchenkreis Essen, Schulreferat, Essen 2014.
  • Von den Talmulden zum Regionalen Grünzug B, in: Essener Beiträge. Beiträge zur Geschichte von Stadt und Stift Essen 128 (2015), S. 261–296. ISBN 978-3-8375-1347-9

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Martin Spletter: Die Zukunftsschule ist für ihn Herzenssache, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 28. Dezember 2012
  2. Wolfgang Sykorra: Lehrer und Buchautor. Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 13. Juni 2015.
  3. Thorsten Schabelon: Yad-Vashem-Bibliothek wählt Essener Buch aus. Westfalenpost, 10. November 2014.