Xia-Klasse

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U-Boot der Xia-Klasse
U-Boot der Xia-Klasse
Übersicht
Typ U-Boot mit ballistischen Raketen
Einheiten 1
Bauwerft

Huludao

Dienstzeit

seit 1981

Technische Daten
Verdrängung

7000 t (getaucht)

Länge

120 m

Breite

10 m

Tiefgang

8 m (bei Überwasserfahrt)

Tauchtiefe 300 m
Besatzung

120 Mann

Antrieb

Nuklear, 1 x Druckwasserreaktor

Geschwindigkeit

22 Knoten (getaucht)

Bewaffnung

sechs 53,3-cm-Torpedorohren
12 Mittelstreckenraketen

Xia-Klasse ist die Bezeichnung der NATO für ein strategisches Unterseeboot (SSBN) der chinesischen Marine mit der Kennung 09-II (Typ 092).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 30. April 1981 wurde das erste Boot der Xia-Klasse vom Stapel gelassen. Die Klasse sollten ursprünglich das Rückgrat der chinesischen strategischen Atomstreitmacht darstellen. Das Design war stark an die russische Yankee-Klasse angelehnt und verfügt über einen Druckwasserreaktor. Eine Welle treibt die siebenblättrige Schraube an. Verwendet wurde in den Grundzügen ein Druckkörper der Han-Klasse, der etwas verlängert wurde, um die Startrohre für die Raketen unterzubringen.[1]

Bewaffnet ist das Boot mit sechs 53,3-cm-Torpedorohren und 12 Mittelstreckenraketen. Möglicherweise können Raketen vom Typ CSS-N-3 verschossen werden. Jede dieser Raketen hat eine Reichweite von 972 sm (1800 km) und einen Gefechtskopf mit einer Sprengkraft von 350 kT.[2]

1992 wurde das Boot mit neuen Raketen bestückt und von 1995 bis 2001 modernisiert.[1] Erste Probleme waren schon beim ersten Test mit CSS-N-3-Raketen aufgetreten, so dass erst 7 Jahre nach dem Stapellauf ein erfolgreicher Raketentest durchgeführt werden konnte.[3] Des Weiteren gab es diverse Schwierigkeiten mit dem Tauchkörper. Aus diesem Grund wurde auf den Bau weiterer Boote verzichtet. Man entschied sich stattdessen die Entwicklung der Jin-Klasse als Ersatz voranzutreiben.

Das einzige 2008 im aktiven Dienst stehende Boot der Xia-Klasse hatte bis zu dem Zeitpunkt nie eine Patrouillenfahrt unternommen und wurde von westlichen Experten als vermutlich nicht einsatzbereit eingestuft.[4]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach unbestimmten Berichten wurde ein zweites Boot aufgelegt, das bereits 1985 als Folge eines Unfalls zerstört wurde.[5]

Auch trägt das Xia-Boot 406 den Spitznamen „Großer schwarzer Elefant“, weil es ebenso langsam wie träge ist.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Paul E. Fontenoy: Submarines: an illustrated history of their impact. University of Hawai Press, 2007, ISBN 1-85109-563-2, S. 58
  2. Norman Friedman: The Naval Institute guide to world naval weapon systems. US Naval Institute Press, 2006, ISBN 1-55750-262-5, S. 504
  3. Andrew S. Erickson, Lyle J. Goldstein, William S. Murray: China’s future nuclear submarine force. US Naval Institute Press, 2007, ISBN 1-59114-326-8, S. 296–297
  4. SIPRI Yearbook: Armaments, Disarmament, and International Security. Stockholm International Peace Research, 2008, Oxford University Press, ISBN 0-19-954895-1, S. 387
  5. Steve Crawford: Twenty First Century Submarines: Undersea Vessels of Todays Navies. 2003, ISBN 0-7603-1502-7, S. 10