Sankt-Ignatius-Kathedrale

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Xujiahui-Kathedrale in Shanghai

Die St.-Ignatius-Kathedrale (圣依纳爵主教座堂; Pinyin: Shèng Yīnàjué Zhǔjiào Zuòtáng, auch: Xujiahui-Kathedrale; 徐家汇天主教堂; Pinyin: Xújiāhuì Tiānzhǔjiào Táng) ist eine neugotische katholische Kathedrale in Schanghai.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kathedrale wurde von englischen Architekten William Doyle während der Kolonialzeit entworfen und um 1906 (von anderen Quellen werden teilweise auch die Jahre 1904 oder 1910 angegeben) von französischen Jesuiten erbaut. Nach der Machtübernahme der Kommunisten in China wurde die Kathedra des Schanghaier Bischofs 1960 von der älteren St.-Franziskus-Xaver-Kirche in Dondjiadu in die St.-Ignatius-Kathedrale verlegt.

Während der Kulturrevolution wurde das Kirchengebäude von Roten Garden aus Peking zerstört. Dabei wurden die Turmspitzen und die Decke niedergerissen und die rund 300 Quadratmeter Glasmalerei zertrümmert. Auch die Priester und die Nonnen der Kirche wurden körperlich angegriffen und verprügelt. Der damalige Bischof Aloysius Jin Luxian wurde von seinem Posten entfernt und zu Zwangsarbeit in ein Arbeitslager verschickt. Für die nächsten zehn Jahre diente die Kathedrale als staatseigenes Getreidelager.

Erst 1978 wurde die Kathedrale wiedereröffnet.

Kapazität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sankt-Ignatius-Kathedrale bietet Platz für ungefähr 3.000 Menschen und ist als Bistumskirche des Bistums Shanghai die größte Kirche in Shanghai und eine der größten in Asien. Sie ist sehr gut besucht, und zur Weihnachtszeit müssen sogar Karten im Voraus verteilt werden, da man sonst den Besuchermassen nicht gewachsen wäre.

Bildergalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: St.-Ignatius-Kathedrale – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 31° 11′ 35″ N, 121° 25′ 53″ O