Zeilenorientierter Editor

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Ein zeilenorientierter Editor ist ein Texteditor, dessen Befehle sich jeweils auf ganze, durch den Benutzer speziell designierte Zeilen oder Zeilenfolgen einer Datei oder eines Datenstroms beziehen. Im Gegensatz zu heute üblicheren, visuellen Editoren wie Notepad++ oder Vim, liefert ein solches Programm dem Benutzer keine direkte Rückmeldung zu angebrachten Änderungen, er sieht das Ergebnis erst nach Abschluss aller Befehle.

Bekannte zeilenorientierte Editoren in der Unix-Welt sind ed und ex; der auf ex basierende vi verfügt wie seine Erweiterung Vim über einen Ex-Modus. Im MS-DOS-Umfeld war EDLIN ein gängiger Editor dieser Gattung.

Diese Art von Texteditoren ist für Ungeübte oft gewöhnungsbedürftig. Sie fanden häufig Verwendung zum Editieren von Texten auf durch ein Rechnernetz verbundenen Rechnern.[1] In Fällen, wo als Benutzerschnittstelle ein Fernschreiber anstatt Bildschirm und PC-Tastatur vorhanden war, ist das Bearbeiten einer Datei oft nur mit Hilfe eines zeilenorientierten Editors möglich gewesen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Klaus Dette (Hrsg.): Computer, Software und Vernetzungen für die Lehre: Das Computer-Investitions-Programm (CIP) in der Nutzanwendung. Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg 1992. ISBN 978-3-540-55026-6. S. 66–68.