Zenitalniederschlag

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Zenitalniederschlag ist konvektiver Niederschlag in der innertropischen Konvergenzzone (ITC). Er tritt zur Regenzeit nahezu täglich auf, überwiegend am Nachmittag (bei kontinentaler Prägung) bis frühen Abend (bei maritimer Beeinflussung). Die Verzögerung des Niederschlags gegenüber dem ungefähren Zenitstand der Sonne entsteht zum einen durch die noch nach dem Mittag steigende Temperatur des Bodens (wo die Bodenfeuchte hoch ist) bzw. der bodennahen Luft (wo die Verdunstung durch Pflanzen dominiert), zum anderen durch die mit der Temperatur der freien Troposphäre stark ansteigende "Aufnahmefähigkeit der Luft für Feuchtigkeit" (Sättigungsdampfdruck). Quellwolken bilden sich zwar schon oft am Vormittag, aber solange die Höhe der Thermik zunimmt, wird relativ trockene Höhenluft zugemischt.

Bei subtropischem Ostseitenklima herrscht im Sommer konvektiver Zenitalniederschlag vor, im "Winter" advektiver Passatregen.