Hitzetief

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Vertikaler Querschnitt eines Hitzetiefs

Ein Hitzetief ist ein durch starke Sonneneinstrahlung über dem Kontinent entstehendes flaches, stationäres Tiefdruckgebiet mit geringer Ausdehnung.[1] Über den durch die Sonne erwärmten Boden wird die Troposphäre von unten erwärmt, was zu einer Labilisierung der unteren Luftschichten und zu Vertikalbewegungen führt.[1] Begünstigt wird die Entstehung eines Hitzetiefs durch geringe horizontale Luftbewegungen. Hauptsächlich treten Hitzetiefs bei aridem oder semihumidem Klima auf, was auf die dort kaum vorhandene Kühlung durch Verdunstung zurückzuführen ist.

Ein besonderes Hitzetief ist das Monsuntief, das zu einer Verlagerung der Innertropischen Konvergenzzone (ITC) führt und somit das Wettergeschehen großräumig beeinflusst und zum Monsunregen führt.

Normales Hitzetief[Bearbeiten]

Typischerweise sind der Taupunkt und die relative Luftfeuchtigkeit niedrig. Dies bewirkt, dass die durch Hitzetiefs verursachten Niederschlagsmengen gering sind. Die Stabilität der oberen Luftschichten begrenzt die vertikale Ausdehnung des Tiefs, häufig tritt auch eine deckelnde Inversion auf. Deshalb treten in Verbindung mit einem Hitzetief nur vereinzelt Gewitter auf.

Bei einem Hitzetief entwickelt sich kaum eine geordnete zyklonale Strömung. [2] Das Hitzetief bleibt in der Regel in dem Gebiet, in dem es sich entwickelt hat, und legt keine so große Distanzen wie ein mittelgroßer Zyklon zurück.

Monsuntief[Bearbeiten]

Jedes beständige Hitzetief, das im Rahmen einer Monsunzirkulation eine Schlüsselrolle spielt, wird als Monsuntief bezeichnet.[3] Hauptsächlich findet der Begriff jedoch für das durch die Erwärmung des asiatischen Kontinents im Sommer entstehende Hitzetief mit Kern über Nordindien Verwendung. In der mittleren Luftdruckverteilung des Sommers weist dieses Tief mit 995 hPa den niedrigsten Luftdruck der Nordhalbkugel auf.[4] Es bewirkt eine nordwärtige Verlagerung der Innertropischen Konvergenzzone

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Der Brockhaus. Wetter und Klima. Seite 137, siehe Literatur
  2. American Meteorological Society: Glossary of Meteorology, Thermal Low. Abgerufen am 17. April 2009
  3. www.am.rlp.de: Monsuntief. Abgerufen am 18. April 2009
  4. Der Brockhaus. Wetter und Klima. Seite 230, siehe Literatur

Weblinks[Bearbeiten]