Zentralverband Deutscher Rasse-Kaninchenzüchter

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Der Zentralverband Deutscher Rasse-Kaninchenzüchter (ZDRK) ist die größte Dachorganisation von Rassekaninchenzüchtern in Deutschland. Neben dem ZDRK existiert der 1892 gegründete, deutlich kleinere Bund Deutscher Kaninchenzüchter.

Geschichte[Bearbeiten]

Der ZDRK in seiner gegenwärtigen Form ging 1990 aus dem Zusammenschluss des westdeutschen Zentralverbands Deutscher Kaninchenzüchter e.V. (ZDK, Gründung 1948) mit dem mitteldeutschen Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter (VKSK, Gründung 1959) hervor. 2006 erfolgte die Umbenennung in Zentralverband Deutscher Rassekaninchenzüchter e.V. (ZDRK).

Organisation[Bearbeiten]

Gliederung und Größe[Bearbeiten]

Gegenwärtig (Stand: 07/2011) gehören dem ZDRK 20 Landesverbände mit ca.5.000 Vereinen und ca. 400 Clubs an. Zum ZDRK gehören weiterhin noch ca. 600 Frauengruppen und ca. 2.600 Jugendgruppen der Landesverbände. Nach eigenen Aussagen vertritt der ZDRK so gegenwärtig über 160.000 Züchter und stellt die weltweit größte Dachorganisation für Kaninchenzüchter dar.[1]

Rassekaninchenzucht[Bearbeiten]

Mitte 2006 waren bereits 88 Kaninchenrassen in 370 verschiedenen Farbenschlägen vom ZDRK als Rasse anerkannt - Tendenz seit dem weiter steigend. Seit 1960 wird die Rassekaninchenzucht jedoch nicht mehr unter dem wirtschaftlichen Aspekt des Kaninchens als Fleischlieferanten betrieben. Zwar ist die traditionelle Schlachtung und Verwertung weiterhin üblich, jedoch stehen zunehmend sportliche, gesellschaftliche und soziale Aspekte im Vordergrund. Besonderer Wert wird dabei innerhalb des ZDRK auf die artgerechte Haltung der Kaninchen in tierschutzgerechten Stallanlagen gelegt.

Auf Orts-, Kreis-, Bezirks-, Landes- und Bundesebene ausgetragene Kaninchenausstellungen ermöglichen den Züchtern zudem den direkten Vergleich untereinander. Der ZDRK vergibt zudem Anerkennungen für Neuzüchtungen von Rassekaninchen und richtet die jährlichen „Bundes-Kaninchenschauen“ beziehungsweise „Bundes-Rammlerschauen“ für Rassekaninchen aus, auf denen der Deutsche Meister der Kaninchenzüchter ermittelt wird.

Daneben veranstaltet der ZDRK bundesweite Fortbildungsveranstaltungen. So werden in Fachvorträgen bspw. Kenntnisse über die Probleme der Vererbung bei Rassekaninchen, deren Krankheiten oder Ernährung weitergegeben.

Jugendarbeit[Bearbeiten]

Auch die Jugendarbeit wird von den im ZDRK organisierten Vereinen gefördert. Ziel dabei ist, den Kindern und Jugendlichen im Alter von sechs bis achtzehn Jahren anhand der Kaninchenzucht Freude an den Tieren und Eigenverantwortung bei ihrer Pflege zu vermitteln. Für jugendliche Züchter finden ebenfalls Ausstellungen darüber hinaus Kaninhop-Wettbewerbe statt.

Handarbeitsgruppen[Bearbeiten]

Innerhalb der Handarbeitsgruppen werden Handarbeiten aus Kaninfell und Angorawolle und anderen, naturbezogenen Materialien hergestellt. Daneben werden aus Kaninchenfell in Einzel- oder Gruppenarbeiten Kissen, Decken, Bilder, Mäntel und Jacken hergestellt.

Kommunikation[Bearbeiten]

Verbandsbezogene Informationen werden vom ZDRK im Wesentlichen im Zentralorgan Kaninchenzeitung veröffentlicht, die von der Hobby- und Kleintierzüchter Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG mit Sitz in Berlin herausgegeben wird. Bei dieser handelt es sich gegenwärtig um die einzige in Deutschland verlegte Zeitschrift für Kaninchenzucht (seit 1895 wurden diverse Kaninchenzeitschriften-Titel während unterschiedlicher Erscheinungsperioden herausgegeben).

Quellen[Bearbeiten]

  1. [1]: Gliederung und Größe des ZDRK (Stand: 07/2011)

Weblinks[Bearbeiten]