Zootomie

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Zootomie (griech.) ist ein veralteter Ausdruck in der Zoologie für die Wissenschaft der Anatomie der (Wirbel-) Tiere. Das entsprechende akademische Fach wird an Hochschulen heute Veterinär-Anatomie genannt.

Der Begriff wurde als Gegensatz zur Anthropotomie (menschlichen Anatomie), mit welcher zusammen die Zootomie die Anatomie ausmacht, oder der Phytotomie, der Lehre vom Bau der Pflanzen, verwendet. Ein Wissenschaftler dieses Gebietes konnte als Zootom oder als Tierzergliederer bezeichnet werden.

Als eines der ersten grundlegenden Werke zu diesem Thema ist die Zootomia Democritaea (1645) des neapolitanischen Anatomen Marco Aurelio Severino (1580–1656) zu nennen, in welcher das Verhältnis der Zootomie zur Anatomie des Menschen beschrieben wird.

Der Begriff Zootomie im Sinne der Bezeichnung des 19. Jahrhunderts, als vergleichende Anatomie übersetzt, geht auf Johann Friedrich Meckel den Jüngeren (1781–1833) und Hermann Friedrich Stannius (1808–1883) zurück.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Berthold Hatschek, Carl Isidor Cori: Elementarcurs der Zootomie : in fünfzehn Vorlesungen. 1. Auflage. Bibliobazaar, 2009, ISBN 978-1-113-69892-6. (online)
  • H. F. Stannius: Handbuch der Anatomie der Wirbelthiere. Band 1, Veit, 1854.
  • Carl Theodor Ernst von Siebold, H. F. Stannius: Handbuch der Zootomie Band 2, Veit, 1854.
  • Marco Aurelio Severino: Zootomia Democritea. 1645.
  • J. F. Meckel (d. Jüngere): System der vergleichenden Anatomie. Rengerische Buchhandlung, Halle 1821–1833.