Zopa

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Zopa Ltd. ist ein britisches Peer-to-Peer Kreditunternehmen mit Sitz in London, das im Jahr 2004 gegründet wurde.[1] Mit der Einführung seiner Produkte im März 2005, gilt das Unternehmen als erstes Peer-to-Peer Kreditunternehmen.[2] Das Unternehmen wird derzeit von Jaidev Janardana (Geschäftsführer und Vorstandsmitglied) geleitet.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den ersten drei Geschäftsjahren wuchs das Unternehmen zwar langsam, jedoch konstant und Zopa schaffte es seine Geschäftstätigkeit in diesem Zeitraum praktisch ohne Kreditverluste zu verbuchen. Dadurch konnte das Wachstum beschleunigt werden und der endgültige Durchbruch gelang letztendlich nach der Finanzkrise.[4] Im Jahr 2016 hat das Unternehmen eine Banklizenz beantragt und diese auch zwei Jahre später erhalten. Während dieses Zeitraums hat Zopa insgesamt 60 Millionen Pfund an Finanzierungsmitteln in zwei Finanzierungsrunden sammeln können. Die Erlangung der Banklizenz war der erste große Durchbruch eines P2P-Kreditgebers in das traditionelle Bankenwesen. Die Banklizenz ermöglicht es dem Unternehmen, seine Finanzierungsbasis und das Produktportfolio mit einem neuen Festgeldkonto und einer eigenen Kreditkarte zu erweitern.[5] Seit 2005 hat Zopa über 4 Milliarden Pfund an fast eine halbe Million Kreditnehmer ausgeliehen und dadurch 250 Millionen Pfund an Zinsen generiert.[6]

Gründer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gründerteam des Unternehmens besteht aus Richard Duvall, James Alexander, David Nicholson, Tim Parlett und Giles Andrews,[7] die zuvor alle für das Online-Banking Unternehmen Egg Banking tätig waren.[8] Giles Andrews ist derzeit jedoch der Einzige des ursprünglichen Gründerteams, der noch eine aktive Rolle bei Zopa bekleidet. Bis 2007 war er Geschäftsführer des Unternehmens und agiert seit 2015 als Vorstandsvorsitzender.[9]

Geschäftsmodell[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zopa fokussiert sich mit seinen Produkten auf die Vermittlung von Leuten, die Geld leihen wollen mit Leuten, die ihr Geld verleihen wollen. Ziel dabei ist es die finanziellen Mittel eines Kreditgebers unter mindestens 50 Kreditnehmer aufzuteilen. Umsatz generiert das Unternehmen dadurch, dass es den Kreditnehmern einen Prozent der Kreditsumme in Rechnung stellt. Außerdem verdient Zopa auf Provisionsbasis an Rückzahlungsversicherungen, für die der Kreditnehmer sich entscheidet. Kreditnehmer haben den Vorteil kleinere Kredite schneller und günstiger als bei traditionellen Banken aufnehmen zu können, während Kreditgeber damit die Möglichkeit haben höhere Renditen, als bei herkömmlichen Sparkonten zu erzielen.[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. "Zopa aims for enough growth to stop explaining its name". Telegraph. 5. März 2019. Zugegriffen am 24. März 2019
  2. "The FeelGood Money Company". Zopa. Zugegriffen am 24. März 2019
  3. "Meet the board". Zopa. Zugegriffen am 24. März 2019.
  4. "The peer-to-peer lending industry celebrates its 13th birthday this year. Has it finally grown up?". Verdict. Zugegriffen am 24. März 2019.
  5. "P2P lender Zopa granted full UK banking licence". Financial Times. Zugegriffen am 24. März 2019.
  6. "Our story". Zopa. Zugegriffen am 24. März 2019.
  7. "Zopa". Crunchbase. Zugegriffen am 24. März 2019.
  8. Chaffey, Dave (2007). "E-business and E-commerce Management: Strategy, Implementation and Practice". London, Vereinigtes Königreich: Pearson Education. p.75. Zugegriffen am 24. März 2019
  9. "Meet the board". Zopa. Zugegriffen am 24. März 2019.
  10. Chaffey, Dave (2007). "E-business and E-commerce Management: Strategy, Implementation and Practice". London, Vereinigtes Königreich: Pearson Education. p.75. Zugegriffen am 24. März 2019