Zyperntürken

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Das historische Siedlungsgebiet der Zypern-Türken bis 1974 (violett) laut CIA

Als Zyperntürken (türkisch Kıbrıs Türkleri), werden türkischsprachige Bewohner der Mittelmeerinsel Zypern bezeichnet. Sie leben heute größtenteils in der Türkischen Republik Nordzypern und bilden dort etwa 99 % der Bevölkerung.

Heute wird die Zahl der Zyperntürken auf 1.250.000 geschätzt: 500.000 in der Türkei, 300.000 im Vereinigten Königreich, etwa 290.000 in der Türkischen Republik Nordzypern[1], 120.000 in Australien, 10.000 in Nordamerika, 2.000 in Südzypern, 2.000 in Deutschland und weitere 6.000 in anderen Ländern. [2]

Sprache und Religion[Bearbeiten]

Die Zyperntürken gehören zu etwa 99 % dem Islam an und sprechen einen Dialekt der türkischen Sprache.

Diaspora[Bearbeiten]

Viele Zyperntürken wanderten ab 1955 aus wirtschaftlichen und politischen Gründen aus Zypern aus. Einwanderungsziele waren die Türkei, Großbritannien und Australien. Durch die Isolation und Handelsembargos gegen die Türkische Republik Nordzypern stoppten die Auswanderungen nicht. Eine genaue Zahl der Zyperntürken, die außerhalb der Insel leben ist nicht bekannt, jedoch leben mehr Zyperntürken im Ausland, als auf Zypern selbst

Benennung[Bearbeiten]

Gelegentlich wurden früher die Zyperntürken als Zyprer, die Zyperngriechen hingegen als Zyprioten bezeichnet; heute ist generell die Bezeichnung Zyprer für beide Volksgruppen üblich. Keine dieser Bezeichnungen enthält eine abwertende Nuance.

Literatur[Bearbeiten]

  • Tanar Baybars: Plucked in a far-off land; London: Victor Gollancz, 1970.
  • C. F. Beckingham: The Cypriot Turks; in: Journal of the Royal Central Asian Society 43 (1956), S. 126–130.
  • C. F. Beckingham: The Turks of Cyprus; in: Journal of the Royal Anthropological Institute of Great Britain and Ireland 87 (1957), S. 165–174.
  • C. F. Beckingham: Islam and Turkish nationalism in Cyprus; in: Die Welt des Islam. NS 5 (1957), S. 65–83.
  • Committee on Turkish Affairs: An investigation into matters concerning and affecting the Turkish community in Cyprus: Interim report; Nikosia: Government Printing Office, 1949.
  • Gabriele Intemann, Michael Venhoff (Hrsg.): Diercke-Länderlexikon; Braunschweig: Westermann, 20042; ISBN 3-07-509420-X.
  • Klemens Ludwig: Ethnische Minderheiten in Europa; München: Beck, 1995; ISBN 978-3-406-39215-3.
  • North Cyprus Almanack; London: K. Rüstem, 1987.
  • Robin Oakley: The Turkish peoples of Cyprus; in: Margaret Bainbridge (Hrsg.): The Turkic peoples of the world; New York: Kegan Paul, 1993; S. 85–117
  • Heinz-Gerhard Zimpel (Autor), Ulrich Pietrusky (Bearb.): Lexikon der Weltbevölkerung: Geographie – Kultur – Gesellschaft; Berlin, New York: de Gruyter, 2001; ISBN 3-11-016319-5.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.pickupnorthcyprus.com/tr/pages/5/kuzey-kibris-hakkinda
  2. http://www.starkibris.net/index.asp?haberID=125704