Æbelø

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Vorlage:Infobox Insel/Wartung/Bild fehltVorlage:Infobox Insel/Wartung/Höhe fehlt

Æbelø
Gewässer Ostsee
Geographische Lage 55° 38′ 20″ N, 10° 10′ 40″ O55.63888888888910.177777777778Koordinaten: 55° 38′ 20″ N, 10° 10′ 40″ O
Æbelø (Syddanmark)
Æbelø
Länge 5 km
Breite 2 km
Fläche 2,32 km²
Einwohner (unbewohnt)

Æbelø (Apfelinsel) ist eine kleine dänische Insel im Kattegat nördlich von Fünen (Fyn). Sie hat eine Fläche von 2,32 km².[1] Im Süden von Æbelø befinden sich die noch kleineren Inseln Dræet, Ejlinge, Lindø und Æbelø Holm, wobei Lindø seit einer Eindeichungsmaßnahme im Jahre 1871 mit Fünen verbunden und somit eigentlich eine Halbinsel ist. Die Insel gehört zur Kirchspielsgemeinde (dän.: Sogn) Klinte Sogn, die bis 1970 in der Harde Skam Herred im damaligen Odense Amt gehörte, danach zur Bogense Kommune im damaligen Fyns Amt, die mit der Kommunalreform zum 1. Januar 2007 in der Nordfyns Kommune in der Region Syddanmark aufgegangen ist. Seit 2009 ist die Insel unbewohnt[2].

Man erreicht Æbelø über einen Wattweg, der teilweise durch flaches Wasser führt und ein beliebtes touristisches Ziel ist.

Geologie[Bearbeiten]

Æbelø wurde vor etwa 8.000 bis 9.000 Jahren zur Insel, als das Gebiet vom postglazialen Littorinameer überflutet wurde. Der Untergrund der Insel besteht aus verschiedenen tertiären, meist tonigen Lagen und aus eiszeitlichen Ablagerungen von mindestens fünf Gletschern, die im Saale-Glazial und im Weichsel-Glazial hierher vorstießen.

An den Steilküsten der Insel wird seit ihrer Entstehung durch Wellenerosion Material abgetragen. Während die größeren Geschiebeblöcke, die vielfach deutlich erkennbare Gletscherschrammen aufweisen, am Fuß der Steilküsten liegen bleiben, wird das feinkörnigere Material um die Insel herum verfrachtet und dort, auf der windabgewandten Seite der Insel, abgelagert. Hieraus entstand eine geradlinig verlaufende Nehrung (Brådet) und an deren Ende, im Wellenauflaufbereich der Nordküste Fünens, eine kleine Insel (Æbelø Holm), an deren Südost- und Südwestküste sich ihrerseits eine Reihe von Nehrungshaken gebildet haben, die das kleine Eiland wie Zwiebelringe umschließen.

Zwischen Æbelø Holm und Fünen liegen die Inseln Dræet, Ejlinge und Lindø, deren Gestalt ebenfalls durch den vorgenannten Prozess der Materialumlagerung geprägt ist.

Die besonderes interessante geologische Stellung dieser Insel hat dazu geführt, dass sie in die Liste der Gebiete von nationalem geologischem Interesse ("Område af national geologisk interesse") aufgenommen wurde. Darüber hinaus genießt die Insel seit 1999 einen besonderen Naturschutzstatus.

Geschichte[Bearbeiten]

1787 hatte die Insel 17 Einwohner. 1940 waren es etwa 50. Seit den Sechzigerjahren des 20. Jahrhunderts nahm die Bevölkerung kontinuierlich ab und heute gibt es keine Dauerbesiedlung mehr.

Nutzung[Bearbeiten]

Die Insel wurde durch die Einwirkung des Menschen nur wenig verändert. Sie wurde hauptsächlich als Weideland für das Vieh der umliegenden Höfe genutzt. Es gab eine Besiedelung der Insel, mehrere Anwesen und eine eigene Schule. Nach einigen Besitzerwechseln und unterschiedlichen Versuchen wirtschaftlicher Nutzung gehört Æbelø dem Aage V. Jensens Fond. Alle Gebäude mit Ausnahme des Leuchtturmwärterhauses und eines Hofes im nördlichen Teil der Insel wurden abgetragen und Æbelø wird fast vollständig der Natur überlassen. Die Entwässerung wird nicht mehr gepflegt, dadurch versumpfen einige Gebiete.

Auf Æbelø wurde Anfang des 20. Jahrhunderts Kies abgebaut, den man auch 1935 für den Bau der Eisenbahnbrücke über den Kleinen Belt, der (Lillebæltsbro) verwendete. Reste der Kiesgruben sind noch erkennbar, ebenso Schienen, auf denen der Kies zu einer Verladestation an der Westseite der Insel gebracht wurde. Auch hiervon sind Relikte erhalten.

Ein weiterer Versuch, die Insel wirtschaftlich zu nutzen, war der Holzeinschlag. Dies war aber illegal und wurde unterbunden. Bis 1995 gab es auch intensive Jagd auf Æbelø. Dazu wurden Enten, Fasane, Ziegen, Rotwild und Damwild ausgesetzt und anschließend bejagt. Das hatte erhebliche Einflüsse auf die Pflanzenwelt. So verschwand der ursprüngliche Bestand an Ilex.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Gunnar Larsen: Fyn og Øerne. In: Geologisk set. Geografforlaget, Brenderup 2002 (144 S., zahlr. Abb. und Karten).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Danmarks Statistik: Statistical Yearbook 2009 - Geography and climate, Table 3 Area and population. Regions and inhabited islands (englisch; PDF; 39 kB)
  2. www.statistikbanken.dk → Befolkning og valg → Folketal → Tabelle BEF4: Folketal pr. 1. januar fordelt på øer