Île aux Cochons

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Île aux Cochons
NASA-Bild der Île aux Cochons
NASA-Bild der Île aux Cochons
Gewässer Indischer Ozean
Inselgruppe Crozetinseln
Geographische Lage 46° 6′ 0″ S, 50° 14′ 0″ O-46.150.233333333333770Koordinaten: 46° 6′ 0″ S, 50° 14′ 0″ O
Lage von Île aux Cochons
Länge 9 km
Fläche 67 km²
Höchste Erhebung Mont Richard-Foy
770 m
Einwohner (unbewohnt)
Karte der Crozetinseln, die Île aux Cochons ist im Bild links zu sehen
Karte der Crozetinseln, die Île aux Cochons ist im Bild links zu sehen

Die Île aux Cochons (deutsch: Schweine-Insel) ist die drittgrößte und westlichste Insel der Crozetinseln im südlichen Indischen Ozean. Sie gehört politisch zum französischen Überseeterritorium „Terres australes et antarctiques françaises“.

Geographie[Bearbeiten]

Die angenähert runde Vulkaninsel hat einen Durchmesser von etwa 9 km und weist dabei eine Fläche von etwa 67 km² auf. Sie erreicht im Mont Richard-Foy, ein Stratovulkan, eine Höhe von 770 m über dem Meer und stellt somit die dritthöchste Insel der Inselgruppe dar. Etwa 15 km nordöstlich der Île aux Cochons liegen die Îlots des Apôtres, etwa 30 Kilometer südöstlich liegt die Île des Pingouins. Von der größten Insel des Archipels, der Île de la Possession, ist sie über 120 Kilometer entfernt.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Insel wurde im Januar 1772 von Marc-Joseph Marion du Fresne entdeckt. Amerikanische Robbenjäger setzten um 1820 Schweine als Lebendvorrat auf der Insel aus und nannten die fortan Hog Island. Die Schweine verursachten schwere Schäden an der dort heimischen Flora und Fauna, sind unterdessen jedoch ausgestorben. In der Nacht vom 6. auf den 7. März 1887 erlitt die Mannschaft des französischen Frachters Tamaris unweit der Île des Pingouins Schiffbruch. Die Besatzung rettete sich auf die Île aux Cochons und baute sich eine notdürftige Unterkunft. Ihr gelang es am 4. August, einen Riesensturmvogel mit einer Nachricht auszustatten, der tatsächlich am 18. September nach 5100 Kilometern in der westaustralischen Stadt Fremantle gefunden wurde. Das wegen der langen Kommunikationswege erst spät in Madagaskar gestartete französische Kriegsschiff La Meurthe erreichte am 2. Dezember die Insel, konnte die Schiffbrüchigen dort jedoch nicht finden. Jene hatten in der Zwischenzeit den Versuch unternommen, mit einem Floß die Île de la Possession zu erreichen, wobei sie offenbar umkamen. Man fand lediglich einen Brief des Kapitäns.

Weblinks[Bearbeiten]