12 heißt: Ich liebe dich
| Filmdaten | |
|---|---|
| Originaltitel | 12 heißt: Ich liebe dich |
| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Erscheinungsjahr | 2008 |
| Länge | 90 Minuten |
| Stab | |
| Regie | Connie Walther |
| Drehbuch | Scarlett Kleint |
| Produktion | Cornelia Wecker Norbert Sauer |
| Musik | Rainer Oleak |
| Kamera | Peter Nix |
| Schnitt | Sabine Brose |
| Besetzung | |
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Der Fernsehfilm 12 heißt: Ich liebe dich basiert auf dem Drama "Zwölf heißt 'Ich liebe dich'. Der Stasi-Offizier und die Dissidentin" von Regina Kaiser und Uwe Karlstedt. Der ehemalige Stasi-Offizier Uwe Karlstedt und die Dissidentin Regina Kaiser schildern darin eine ihrer Aussage nach wahre Geschichte. Unter der Regie von Connie Walther wurde das Buch 2008 verfilmt.
In dem Film, der sich in der Zeit der Achtzigerjahre bis in das 21. Jahrhundert hineinspielt, geht es um Bettina, die von der deutschen Schauspielerin, Claudia Michelsen, dargestellt wird. Bettina wird 1985 in der DDR wegen verbotener West-Kontakte verhaftet und monatelang verhört. Die Hauptrolle teilt sich die Schauspielerin mit Devid Striesow, der den Vernehmer Jan, verdeutlicht.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Handlung
Dresden, 1984. Bettina und ihr Ehemann erwachen schockiert, als sie wegen Missachtung des Verbotes, welches den Kontakt mit dem Westen verbietet, verhaftet werden. Acht Monate lang sitzt Bettina in Untersuchungshaft und wird täglich von einem jungen Vernehmer, namens Jan, verhört. Jan ist die einzige Person, zu der Bettina in dieser schwierigen Zeit Kommunikation ausübt. Durch kleine Gesten von dem jungen Stasi-Offizier verliebte sich die Dissidentin. Ihre Gefühle wurden erwidert. Doch beide wussten ebenfalls, dass diese Liebe unmöglich war, schließlich handelte es sich um Opfer und Täter. Sie mussten ihre Gefühle verheimlichen und drückten sich somit mit Zahlencodes aus. 11 heißt: Du bist schön. 12 heißt: Ich liebe dich. Diese Zahlen waren von der Anzahl der Buchstaben abhängig. So unterhielten sich die beiden bis Bettinas Verurteilung die schließlich zum Abschied führte. Sie wurde für drei Jahre und zwei Monate in das Frauengefängnis Hoheneck gebracht und danach in den Westen abgeschoben.
Während dessen beschäftigt sich Jan, bis zur Auflösung der DDR, weiterhin beim Ministerium für Staatssicherheit.
16 Jahre nach diesem Geschehen führt Bettina Touristen und weitere Besucher durch das ehemalige Stasigefängnis, welches, im Laufe der Zeit, zu einer Gedenkstätte umgewandelt wurde und machte ihnen von den damaligen Situationen bekannt. Nun zeigte sie wieder mal ihren Ehrgeiz und machte sich auf den Weg, Jan aufzusuchen. Auch wenn Jan anfangs versuchte, den Kontakt mit ihr zu vermeiden, überredete Bettina ihn auf ein Treffen. Bei diesem Treffen wurde beiden klar, dass ihre Liebe nach vergangenen 16 Jahren, immer noch zu spüren war. Doch Bettina hatte einen Freund, ebenso war Jan verheiratet und hatte eine Tochter. Nach langen Diskussionen klärten sich beide bereit und schmissen alles hin, um alles von vorne zu beginnen. 1997 trennten sich Bettina und Jan jeweils von ihren Lebensgefährten und zogen zusammen. 2006 kam der seit Jahren ersehnte Tag, sie heirateten.
[Bearbeiten] Kritik
Viele Kritiker schenken dem Buch und vor allem dem Film wenig Glaubwürdigkeit. So Hubertus Knabe, der Direktor der Stasi-Opfer-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen der darauf hinweist, dass es keine Belege für den Wahrheitsgehalt der Geschicht gibt und Regina Kaiser Anfang der 1990er Jahre in einem Zeitzeugeninterview eine Zuneigung zu Uwe Karlstedt nicht erwähnte.[1]
DDR-Opferverbände sahen in dem Film eine Verharmlosung der Staatssicherheit. Die Regisseurin Connie Walther kritisierte, dass die Kritik geäußert wurde ohne den Film gesehen zu haben.[2]
Das Lexikon des Internationalen Films meinte: „Eine deutsch-deutsche Liebesgeschichte, die an ihrer Entfaltung nicht durch geografische und ideologische Grenzen gehindert wird. Ein sehr spröder, darstellerisch vorzüglicher (Fernseh-)Film.“
[Bearbeiten] Auszeichnungen
- Deutscher Fernsehpreis 2008
- Fernsehfilmpreis für DDR-Romanze ; Fernsehfilm-Festival Baden-Baden
- Claudia Michelsen erhielt zu diesem Film den Hauptpreis FIPA D´OR für die Beste weibliche Hauptrolle
[Bearbeiten] Verweise
[Bearbeiten] Literatur
- Regina Kaiser und Uwe Karlstedt: Zwölf heißt 'Ich liebe dich'. Der Stasi-Offizier und die Dissidentin.
- Kiepenheuer & Witsch, Köln 2003, 298 Seiten, ISBN 3-462-03223-2
- Knaur, München 2004, Taschenbuch, ISBN 3-426-77749-5
[Bearbeiten] Weblinks
- 12 heißt: Ich liebe dich in der deutschen und englischen Version der Internet Movie Database
- http://programm.ard.de/Homepage?sendung=282056829102181
- http://www.focus.de/kultur/kino_tv/focus-fernsehclub/12-heisst-ich-liebe-dich-die-ddr-ein-pilcher-roman_aid_295540.html
- http://www.kino.de/kinofilm/12-heisst-ich-liebe-dich/104813
- http://www.dieterwunderlich.de/Walther_12_ich_liebe_dich.htm
[Bearbeiten] Fußnoten
- ↑ Dieter Wunderlich, 12 heißt: Ich liebe dich, abgerufen am 7. Februar 2012
- ↑ ARD-Fernsehfilm: Amour fou im Stasiknast, 16. April 2008