14 Nothelfer (Band)
| Allgemeine Informationen | ||
| Herkunft | Pirna | |
|---|---|---|
| Genre(s) | Rechtsrock | |
| Gründung | 1996 | |
| Auflösung | unbekannt | |
|
|
||
|
Gesang
|
Thomas Sattelberg | |
|
Gitarre
|
Matthias Wego | |
|
Gitarre
|
Patt | |
|
Schlagzeug
|
Sebastian Oehme | |
|
Bass
|
Michael | |
14 Nothelfer war eine deutsche Rechtsrock-Band aus Pirna.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Bandgeschichte
14 Nothelfer firmierte sich um Thomas Sattelberg, ein ehemaliges Mitglied der Wiking-Jugend und Mitbegründer der verbotenen Vereinigung Skinheads Sächsische Schweiz. Dieser war auch als Sozialarbeiter in der Jugendarbeit der AWO engagiert.[1][2]
Die Band trat im Oktober 1997 auf einem Bandwettbewerb der Jugendarbeit auf, der von der Sächsischen Zeitung und der Sparkasse Pirna-Sebnitz unterstützt wurde. Sie belegte dort vor einem überwiegend rechtsradikalen Publikum den ersten Platz.[1] 1998 erschien das Album Einstand. In der Folge trat die Gruppe im Vorprogramm von Ultima Thule und Kampfzone in Dresden vor rund 800 Personen auf. Im Mai 1999 folgte ein Auftritt auf einem Festival zusammen mit Storm (Schweden), Warlord (Vereinigtes Königreich), Legion of St. George und Proissenheads vor etwa 1000 Besuchern.[1] 2000 folgte das bis dato letzte Album Hate ’n’ Roll. Am 31. März 2005 wurde das Debütalbum Einstand von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) indiziert.[3]
Die Band gilt heute als aufgelöst. Zwei Mitglieder spielten später in der rechtsextremen Pagan-Metal-Band Magog. Zu den Vertrauten der Band zählte NPD-Kreisgeschäftsführer Uwe Leichsenring, der ebenfalls bei den Skinheads Sächsische Schweiz aktiv war. Weitere Kontakte hatte die Band zur NPD und zu Blood & Honour.[1]
[Bearbeiten] Name
Der Name, obwohl offensichtlich an die Vierzehn Nothelfer angelehnt, hat eine weitere Assoziation. Die Vierzehn steht als Zahlenkürzel für die Fourteen Words, die der Rechtsextremist David Eden Lane prägte.[4] Über jenes Glaubensbekenntnis schrieb die Band außerdem ein Lied auf dem Debütalbum.[5]
[Bearbeiten] Diskografie
- 1998: Einstand (H.A. Records) (indiziert)
- 2000: Hate ’n’ Roll (Movement Records)
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ a b c d Thomas Grumke und Bernd Wagner (Hrsg.): Bands/Musiker. In: Handbuch Rechtsradikalismus. Leske + Budrich, Opladen 2002, ISBN 3-8100-3399-5, S. 463-464.
- ↑ Michael Weiss: Deutschland im September. In: Christian Dornbusch, Jan Raabe (Hrsg.): Rechtsrock – Bestandsaufnahme und Gegenstrategien. reihe antifaschistischer texte (rat)/Unrast-Verlag, Hamburg/Münster 2002, ISBN 3-89771-808-1, S. 61.
- ↑ BAnz. Nr. 60 vom 31. März 2005
- ↑ 14 Nothelfer im Lexikon Rechtsextremismus des Netz gegen Nazis, abgefragt am 4. Januar 2012
- ↑ Henning Flad: Trotz Verbot nicht tot. Ideologieproduktion in den Songs der extremen Rechten. In: Christian Dornbusch, Jan Raabe (Hrsg.): RechtsRock. Bestandsaufnahmen und Gegenstrategien. Unrast Verlag, Münster 2002, ISBN 3897718081, S. 103.