4. Buch der Makkabäer
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Das vierte Buch der Makkabäer (oder „Von der Herrschaft der Vernunft“) ist ein apokryphes Buch des Alten Testaments. In vielen orthodoxen Kirchen erscheint es als Anhang zum Alten Testament der Bibel, in westlichen Bibeln ist es dagegen üblicherweise nicht enthalten.
Eine - nur bis zum 4. Jahrhundert zurückreichende - Tradition schreibt das Buch Flavius Josephus zu.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Inhalt
Das Buch ist als eine philosophisch-ethische Rede konzipiert. Es versucht, die These zu beweisen, daß die Vernunft Herrscherin über die Triebe ist und verwendet dazu Beispiele aus dem 2. Makkabäer-Buch (Kap. 6 und 7), weshalb es an die Makkabäerbücher historischen Inhalts angereiht wurde. In Vers 9 des einleitenden Teils heißt es z. B. über Eleazar und die sieben Brüder: „Denn indem diese der Schmerzen bis zum Tod allesamt nicht achteten, zeigten sie, dass die Vernunft über die Triebe Gewalt hat.“ So mahnt es die Juden zur Treue zum Gesetz.
Das Buch bezieht sich zwar auf Ereignisse der jüdischen Geschichte, ist aber insgesamt sehr stark von der griechischen Populärphilosophie, vor allem der Stoa, geprägt.
[Bearbeiten] Literatur
- Otto Zöckler: Die Apokryphen des Alten Testamentes nebst einem Anhang über die Pseudepigraphenliteratur. Beck, München 1891, S.396-402 (Strack-Zöckler: Kurzgefaßter Kommentar zu den heiligen Schriften des Alten und Neuen Testamentes sowie zu den Apokryphen, Band 9).
- Lexikon für Theologie und Kirche Band 6
[Bearbeiten] Weblinks
- Stephanie von Dobbeler: Art. 4. Buch der Makkabäer, WiBiLex 2007ff., www.wibilex.de (Zugriffsdatum: 4. September 2008).

