Aeroperú

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Aeroperú
Logo der Aeroperú in ihrer Schlußphase
Boeing 727 der Aeroperú, Kennzeichen OB-R-1277, auf dem Flughafen in Puerto Maldonado
Boeing 727 der Aeroperú auf dem Flughafen in Puerto Maldonado
IATA-Code: PL
ICAO-Code: PLI
Rufzeichen: Aeroperu
Gründung: 1973
Betrieb eingestellt: 1999
Sitz: Lima
Heimatflughafen: Flughafen Lima
Flottenstärke: 8
Ziele: international
Aeroperú hat den Betrieb 1999 eingestellt. Die kursiv gesetzten Angaben beziehen sich auf den letzten Stand vor Einstellung des Betriebes.

Aeroperú (Empresa Nacional de Aeronavegación del Perú, SA) war die nationale Fluggesellschaft Perus. Sie existierte von 1973 bis 1999. Finanzielle Probleme führten zum Ende der Gesellschaft.

Geschichte[Bearbeiten]

Aeroperú begann ihr Fluggeschäft im Jahr 1973, um die internationalen Destinationen von APSA (damals eine Tochter der PanAm) zu übernehmen. Zunächst wurde Aeroperú überwiegend von der peruanischen Luftwaffe kontrolliert.

Von ihrer Basis am Jorge Chávez International Airport in Lima aus wuchs das Streckennetz der Airline national wie auch international. Zur Flotte gehörten damals Fokker F-28, Boeing 727 und Douglas DC-8. Schwerpunktmäßig wurden südamerikanische Flughäfen angeflogen, aber auch Mexiko-Stadt und Miami.

Langjähriges Logo der Aeroperú

In den 1990er Jahren geriet Aeroperú in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Deshalb wurden 47 Prozent des Unternehmens an Aeroméxico verkauft. Das äußere Erscheinungsbild wurde demjenigen der Aeroméxico angepasst. Zu dieser Zeit wurden je drei Maschinen vom Typ Boeing 727-200 und DC-10-15 von der Mexicana, einer Minderheitenbeteiligung von Aeroméxiko, gekauft. Dazu bekam man drei Boeing 757 zur Verfügung gestellt. Die Airline flog nun auch nach Los Angeles.

Aeroperú erlitt zwei schwere Vorfälle. Der zweite, Flug 603 vom 2. Oktober 1996, hatte wohl Anteil am Untergang der Fluggesellschaft. Die Wartungsmannschaft vergaß, vor dem Start ein Abdeckband über den Messöffnungen zu entfernen. In der Folge erhielten die Piloten während des Fluges falsche und widersprüchliche Messdaten, insbesondere vom Höhenmesser. Erschwerend kam hinzu, dass in der Folge auch der Boden-Radar keine Unterstützung liefern konnte. Dies führte letztlich zum Absturz der Maschine in den Pazifischen Ozean. Von diesem schweren Schlag konnte sich die Airline nie wieder erholen.

Finanzielle Probleme zwangen Aeroperú am 10. März 1999 zur Einstellung des Flugbetriebs, und am 18. August beschlossen die Gläubiger die Liquidation des Firmenvermögens.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Aeroperú – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien