Agave victoriae-reginae

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Agave victoriae-reginae
Agave victoriae-reginae

Agave victoriae-reginae

Systematik
Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Spargelgewächse (Asparagaceae)
Unterfamilie: Agavengewächse (Agavoideae)
Gattung: Agaven (Agave)
Untergattung: Littaea
Art: Agave victoriae-reginae
Wissenschaftlicher Name
Agave victoriae-reginae
T.Moore

Agave victoriae-reginae ist eine Pflanzenart der Gattung der Agaven (Agave) in der Unterfamilie der Agavengewächse (Agavoideae). Das Epitheton der Art ehrt die britische Königin Victoria.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Beschreibung

Die breitkugeligen Rosetten dieser langsamwüchsigen, sukkulenten Pflanzen-Art erreichen Durchmesser von 50 bis 70 cm. Damit bleibt sie im Vergleich zu anderen Familienvertretern relativ klein. Die Laubblätter sind in der Regel 10 bis 15 cm (maximal 30 cm) lang, bis zu 7 cm breit, hart, matt dunkelgrün und beiderseits weiß gezeichnet. Diese Zeichnungen verlaufen meist entlang der Blattkiele mit Abzweigungen zu den gleichfalls weißen Blatträndern hin und geben dieser Pflanzenart ihr charakteristisches Erscheinungsbild. Eine randliche Zähnung fehlt, die Blattenden laufen in kurze (maximal 3 cm lange), dunkle Dornen aus.

Blütenstände erscheinen nach etwa 20 bis 30 Jahren, werden bis zu 4 m hoch und tragen cremefarbene Blüten. Die zwittrigen Blüten sind dreizählig. Es werden Kapselfrüchte gebildet. Kindel werden nur selten entwickelt.

[Bearbeiten] Verbreitung

Agave victoriae-reginae ist im Nordosten von Durango, in Zentral-Nuevo León und im Süden von Coahuila in der Chihuahua-Wüste im Norden Mexikos endemisch verbreitet und wächst dort auf kalkigem, oft felsigem Untergrund.

[Bearbeiten] Gefährdung und Systematik

Agave victoriae-reginae ist bedroht und wurde als bisher einzige Art der Agaven in den Anhang I des Washingtoner Artenschutzabkommens zum Schutz gefährdeter Arten aufgenommen.

Die Art wurde 1875 durch Thomas Moore zum ersten Mal beschrieben.

Genetische Untersuchungen zeigten hohe genetische Variabilität zwischen verschiedenen, isolierten Populationen. Etwa ein halbes Dutzend von Unterarten wurde beschrieben, wobei die Situation durch Hybridbildung mit anderen Agavenarten kompliziert wird.

Ein ähnliches Aussehen mit weißer Zeichnung besitzt Agave fernandi-regis, die teilweise auch als Synonym von Agave victoriae-reginae geführt wird; allerdings besitzt erstere eine weniger dichte Rosette und eine stärker ausgeprägte, schwarze Dornenspitze.

[Bearbeiten] Literatur

  • Howard Scott Gentry: Agaves of Continental North America. University of Arizona Press 1982, S. 183–185
  • Alejandro Martínez-Palacios, Luis E Eguiarte, Glenn R Furnier: Genetic diversity of the endangered endemic agave victoriae-reginae (Agavaceae) in the chihuahuan desert. In: American Journal of Botany. 1999, Band 86, S. 1093–1098 omline

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Agave victoriae-reginae – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
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