Aibo

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Ein Aibo wälzt sich auf dem Boden (hier ein ERS-7)

AIBO – was sowohl das japanische Wort für „Partner“ bedeutet als auch als Abkürzung für Artificial Intelligence roBOt verstanden werden kann, ist ein Unterhaltungsroboter, der vom japanischen Elektronik-Konzern Sony als Spielzeug entwickelt wurde. Mit dem Aibo leistete Sony Pionierarbeit für die Einführung von Robotern in Haushalte. Insgesamt wurden mehr als 150.000 Aibos verkauft.

Am 26. Januar 2006 gab Sony die Einstellung der Aibo-Entwicklung und Produktion aufgrund einer Umstrukturierung des Konzerns bekannt.[1] Der Kundendienst und die Versorgung mit Ersatzteilen wurde von Sony noch für 7 Jahre nach dem Produktionsende eines Aibo-Modells garantiert[2]. Für das letzte Modell ERS-7M3 endete dieser Zeitraum im März 2013.

Eigenschaften[Bearbeiten]

Aibos beim Robocup 2005

Aibo nimmt Informationen über seine Umgebung mittels einer Kamera, Mikrofonen und in begrenztem Umfang auch taktiler Rückmeldungen wahr. Diese Informationen werden in einem internen Computer verarbeitet. Die Ausgabe dieses Computers besteht im Auslieferungszustand in einer Imitation von Haushund-typischem Verhalten, wie vierbeinigem Gang, nonverbale Kommunikation durch Bewegung von Ohren und Schwanz, auf-dem-Boden-wälzen etc. Darüber hinaus gibt es eine Ton- bzw. Sprachausgabe sowie Leuchtdioden, die die simulierte „Stimmung“ des Geräts direkt anzeigen. Die 2006 erschienene Software „Mind 3“ erlaubt Aibo, seine selbst gemachten Bilder täglich im Internet zu veröffentlichen (Roboblog).

Eine wesentliche Eigenschaft der Aibos ist, dass sie über eine durch Sony definierten Schnittstelle (OPEN-R) von Grund auf selbst programmiert werden können. Während Sony fortgeschrittenen Heimanwendern vorschlug, auf diese Weise neue „Hunde-Persönlichkeiten” zu entwickeln, ist sie auch im akademischen Bereich von Interesse. Serien-Aibos, die auf diese Weise neu programmiert wurden, traten bis 2008 in einer eigenen Klasse des Robocups (Roboterfußball-WM) gegeneinander an.

Modelle[Bearbeiten]

1999 wurde die erste Aibo-Serie, Modell ERS 110, über das Internet angeboten. Trotz des relativ hohen Preises (ca. 2500 €) waren die 3000 vorgehaltenen Exemplare in Japan innerhalb von 18 Minuten ausverkauft, die 2000 Exemplare in den USA innerhalb von vier Tagen.

Kurz darauf erschien der nahezu baugleiche ERS 111, der in einer Stückzahl von nur 20.000 und nur per Losverfahren zu bekommen war.

Das nächste Modell, der ERS 210, wurde zum größten Aibo-Erfolg, später erschien noch der ERS 210A, der einen schnelleren Prozessor und einen verbesserten Hals besaß. Auch der ERS 220 war später als A-Modell erhältlich. Es folgten die Modelle ERS 311 (Latte) und ERS 312 (Macaron).

Der Aibo 210 und der Aibo ERS 220 waren in unbegrenzter Stückzahl erhältlich. Der ERS 220 hat als Besonderheiten eine ausfahrbare Lampe im Kopf und rote und blaue LEDs im Gesicht.

Weitere drei Serien (u. a. ERS 31X) wurden hauptsächlich für den asiatischen Markt entwickelt.

Seit 1999 hatte für einige Jahre eine kontinuierliche Weiterentwicklung stattgefunden. Das letzte Modell war der Aibo ERS 7M3, der für 2099 € verkauft wurde.

Siehe auch[Bearbeiten]

Neben Aibo wurde von Sony auch der humanoide Roboter Qrio entwickelt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. heise.de: Sony schläfert Aibo ein
  2. Kundendienst Modell für Modell

Weblinks[Bearbeiten]