Airprox

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Als AIRPROX (engl. Aircraft Proximity Hazard) bezeichnet man in der internationalen Luftfahrt sicherheitsgefährdende Annäherungen zwischen Luftfahrzeugen unter Flugbedingungen. Der veraltete Begriff Near Miss wurde in der Luftfahrt durch AIRPROX ersetzt.

Definition und Klassen[Bearbeiten]

Die Internationale Zivilluftfahrt-Organisation ICAO definiert AIRPROX (Flugzeugannäherung) als eine Situation, in der nach Ansicht eines Piloten oder der Flugverkehrsleitung die Distanz zwischen den beteiligten Flugzeugen einer Annäherung, deren relative Position zueinander sowie deren Geschwindigkeit die Sicherheit der involvierten Flugzeuge hätte gefährden können.[1][2] Die wichtigsten Fakten zu einem solchen Zwischenfall werden erhoben und dem AIRPROX-Board der zuständigen Luftfahrtbehörden zur Untersuchung vorgelegt. Die Meldung eines solchen Vorfalles muss in der Regel innerhalb von 72 Stunden erfolgen.

AIRPROX-Meldungen werden in folgende Klassen eingeteilt:[3]

  • Klasse A: Kollisionsgefahr - eine Risikoeinstufung, in der ernste Gefahr einer Kollision bestanden hat.
  • Klasse B: Eine Risikoeinstufung, in der die Sicherheit eines Luftfahrzeugs beeinträchtigt gewesen sein könnte.
  • Klasse C: Keine Kollisionsgefahr, es hat keine Gefahr eines Zusammenstoßes bestanden.
  • Klasse D: Gefahr nicht bestimmt

AIRPROX Deutschland[Bearbeiten]

In Deutschland tagt die Aircraft Proximity Evaluation Group (APEG) mehrmals im Jahr unter dem Vorsitz des Bundesaufsichtsamtes für Flugsicherung (BAF). Teilnehmer an diesem Gremium sind alle Flugsicherungsorgnisationen, Privatverbände, Pilotenvereinigungen, Airlines und andere Behörden, wie z.B. das LBA oder die BFU.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Luftfahrzeug-Annäherung (AIRPROX), Bundesamt für Zivilluftfahrt
  2. Air Traffic Management, ICAO Document 4444
  3. * Klasseneinteilung (englisch)
  4. Luftfahrzeugannäherung bei der Deutschen Flugsicherung