Airprox

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Als AIRPROX (engl. Aircraft Proximity Hazard) bezeichnet man in der internationalen Luftfahrt sicherheitsgefährdende Annäherungen zwischen Luftfahrzeugen unter Flugbedingungen.

Die Internationale Zivilluftfahrt-Organisation ICAO definiert AIRPROX (Flugzeugannäherung) (ICAO Annex 13: Accident and Incident Investigation) als eine Situation, in der nach Ansicht eines Piloten oder der Flugverkehrsleitung die Distanz zwischen den beteiligten Flugzeugen, deren relative Position zueinander sowie deren Geschwindigkeit die Sicherheit der involvierten Flugzeuge hätte gefährden können. Die wichtigsten Fakten zu einem solchen Zwischenfall werden erhoben und dem AIRPROX-Board der zuständigen Luftfahrtbehörden zur Untersuchung vorgelegt. Die Meldung eines solchen Vorfalles muss in der Regel innerhalb 72 Stunden erfolgen.

AIRPROX-Meldungen werden in folgende Klassen eingeteilt:

  • Klasse A: Kollisionsgefahr, Risikoeinstufung, in der ernste Gefahr einer Kollision bestanden hat.
  • Klasse B: Sicherheit nicht gewährleistet, in der die Sicherheit eines Luftfahrzeugs beeinträchtigt gewesen sein könnte.
  • Klasse C: Keine Kollisionsgefahr, in der keine Gefahr eines Zusammenstoßes bestanden hat.
  • Klasse D: Gefahr nicht bestimmt
Anmerkung
Der veraltete Begriff Near Miss wurde in der Luftfahrt durch AIRPROX ersetzt.

AIRPROX Deutschland[Bearbeiten]

In Deutschland tagt die APEG mehrmals im Jahr unter dem Vorsitz des Bundesaufsichtsamtes für Flugsicherung (BAF). Teilnehmer an diesem Gremium sind alle Flugsicherungsorgnisationen, Privatverbände, Pilotenvereinigungen, Airlines und andere Behörden, wie z.B. das LBA oder die BFU.

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]