Alexander Tietze

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Alexander Tietze
Alexander Tietze im Kreis der Mikulicz-Radecki-Assistenten (erste Reihe sitzend, zweiter von rechts) 1890

Alexander Tietze (* 6. Februar 1864 in Liebenau; † 19. März 1927 in Breslau) war ein deutscher Arzt und der Erstbeschreiber des Tietze-Syndroms.

Leben[Bearbeiten]

Alexander Tietze hat an der Universität Breslau Medizin studiert und im Jahr 1887 promoviert. Zwischen 1888 und 1895 war er Assistenzarzt an der Breslauer Universitätsklinik unter Jan Mikulicz-Radecki (1850-1905) und zählt damit zur Breslauer Chirurgen-Schule. Im Jahr 1894 habilitierte er sich und wurde schließlich im Jahr 1896 Chefarzt im Allerheiligen-Hospital in Breslau. Mit Albert Neisser waren die Tietzes persönlich befreundet.

Er war zwischen 1914 und 1920 Mitglied des Breslauer Stadtrats.[1]

Werke[Bearbeiten]

  • Untersuchungen über das Blut des Fötus. Breslau 1887, OCLC 20062236
  • Beobachtungen an einem Falle von multiplem Melanosarcom mit Melanurie. Cassel 1893, OCLC 71536472.
  • Die intrakraniellen Verletzungen der Gehirnnerven. (Neue deutsche Chirurgie, Band 18) F. Enke, Stuttgart 1916.
  • Ein Fall von akuter infektiöser Osteomyelitis des Schädels nach Starkstromverbrennung.
  • Über eine eigenartige Häufung von Fällen mit Dystrophie der Rippenknorpel. In: Berliner klinische Wochenschrift. 58, 1921, S. 829-831.
  • Dringliche Operationen. (Neue Deutsche Chirurgie, Band 32), F. Enke, Stuttgart 1924.
  • Tietze A, Reichl. Die Chirurgie des Mastdarmes und des Afters. In: Martin Kirschner, Otto Nordmann (Hrsg.): Die Chirurgie. Band 5: Die Chirurgie der Brust. Urban & Schwarzenberg, Berlin/ Wien 1941, DNB 450777383.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Alexander Tietze (1864-1927). auf: Silesian Collections. (engl.)
  2. Alexander Tietze - bibliography. auf: whonamedit.com (engl.)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Alexander Tietze – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien