Alexander von Schönborn

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Alexander von Schönborn (* 10. Februar 1924 in Sinzing, Bezirksamt Regensburg; † 25. Dezember 2011[1]) war ein deutscher Forstbiologe. Er war Ordinarius für Forstpflanzenzüchtung und Immissionsforschung an der Ludwig-Maximilians-Universität München.[2]

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

Alexander von Schönborn legte 1942 an der Oberrealschule in Regensburg die Reifeprüfung ab. Anschließend nahm er bis 1945 als Flugzeugführer am Zweiten Weltkrieg Krieg teil. Von 1947 bis 1951 studierte er an der Universität München Forstwissenschaften. 1950 wurde er Mitglied des Corps Hercynia München.[3] Nach dem anschließenden Referendariat legte er 1954 die Große Forstliche Staatsprüfung ab. 1964 wurde er an der Staatswirtschaftlichen Fakultät der Universität München zum Dr. oec. publ. promoviert und später zum Professor der Forstwissenschaftlichen Fakultät berufen.

Alexander von Schönborn konzentrierte sich vor allem auf die forstliche Samenkunde und die Forstpflanzenzüchtung, woraus sich wesentliche Ansätze für die Resistenzforschung und die forstliche Reproduktionsbiologie entwickelten. Ein weiterer Schwerpunkt war die Untersuchungen waldschädigender Immissionen. Er war Gutachter der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und unterstützte maßgeblich die Ausrichtung der forstwissenschaftlichen Forschung. Zudem leitete er den Forstlichen Versuchsgarten Grafrath und war Vorsitzender des Prüfungsausschusses der Forstwissenschaftlichen Fakultät der Universität München.[2]

Schriften[Bearbeiten]

  • Die Atmung der Samen, 1964
  • Die Aufbewahrung des Saatgutes der Waldbäume, 1964
  • Zur Feststellung und Bewertung von Waldschäden durch Immissionen, 1977 (zusammen mit Günter Braun, Eberhard Weber)
  • Fruktifikation der Fichte (Picea abies (L.) Karsten), 1990 (zusammen mit Thomas Siegl)

Weblinks[Bearbeiten]

Belege[Bearbeiten]

  1. Traueranzeige in der Süddeutschen Zeitung
  2. a b Alexander von Schönborn †, Nachruf auf forstpraxis.de vom 15. Januar 2011.
  3. Kösener Corpslisten 1996, 73,780