Sinzing

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Sinzing (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Sinzing
Sinzing
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Sinzing hervorgehoben
48.99111111111112.034722222222338Koordinaten: 48° 59′ N, 12° 2′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Regensburg
Höhe: 338 m ü. NHN
Fläche: 44,3 km²
Einwohner: 6753 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 152 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 93161,
93152 (Hardt, Zeiler)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 0941 und 09404Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: R
Gemeindeschlüssel: 09 3 75 199
Gemeindegliederung: 27 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Fährenweg 4
93161 Sinzing
Webpräsenz: www.sinzing.de
Bürgermeister: Patrick Grossmann (CSU)
Lage der Gemeinde Sinzing im Landkreis Regensburg
Landkreis Amberg-Sulzbach Landkreis Cham Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Eichstätt Landkreis Kelheim Landkreis Landshut Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm Landkreis Schwandorf Straubing Landkreis Straubing-Bogen Regensburg Forstmühler Forst Kreuther Forst Brunn (Oberpfalz) Alteglofsheim Altenthann Aufhausen Bach an der Donau Barbing Beratzhausen Bernhardswald Bernhardswald Brennberg Brunn (Oberpfalz) Deuerling Donaustauf Duggendorf Hagelstadt Hemau Holzheim am Forst Kallmünz Köfering Laaber Lappersdorf Mintraching Mötzing Neutraubling Nittendorf Obertraubling Pentling Pettendorf Pfakofen Pfatter Pielenhofen Riekofen Regenstauf Schierling (Oberpfalz) Sinzing Sünching Tegernheim Thalmassing Wenzenbach Wiesent (Gemeinde) Wörth an der Donau Wolfsegg (Oberpfalz) ZeitlarnKarte
Über dieses Bild

Sinzing ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Regensburg in Bayern.

Die Stadtrandgemeinde liegt westlich von Regensburg und stellt sich vor allem als Wohngemeinde dar.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Sinzing liegt an der Schwarzen Laber und der Donau, etwa acht Kilometer westlich von Regensburg.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Sinzing hat 27 amtlich benannte Ortsteile[2]:

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Im Jahr 1945 oder 1946 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Kleinprüfening eingegliedert. Am 1. Juli 1972 entstand im Zuge der Gemeindegebietsreform durch Zusammenlegung der ehemals selbständigen Gemeinden Sinzing, Viehhausen, Eilsbrunn und Bergmatting die Großgemeinde Sinzing.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Sinzing wurde 921 erstmals urkundlich erwähnt. 1031 wurde der Ortsteil Eilsbrunn erstmals erwähnt, der im Dreißigjährigen Krieg von den Schweden fast vollständig zerstört wurde, ebenso wie die Burganlage der Burg Niederviehhausen in Niederviehhausen, von der nur noch der Turm steht. Von 1145 bis 1966 existierte bei Sinzing eine Fährverbindung über die Donau, bis 1485 gehörte diese zur Handelsroute Regensburg-Nürnberg. Bis zum 17. Jahrhundert wurde auf dem Gebiet der Gemeinde Wein angebaut. Im 19. Jahrhundert gab es zahlreiche Mühlen, mehrere Papierfabriken sowie eine Tabakfabrik.

Siehe auch: Burgruine Schlossberg (Bruckdorf), Burgstall Schwarzenfels, Burgstall Stifterfelsen

Blick auf Sinzing mit Donau und Autobahnbrücke A3

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der amtierende Bürgermeister ist Patrick Grossmann (CSU).

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 20 Mitglieder und den Ersten Bürgermeister.

(Stand: Kommunalwahl 16. März 2014)

Wappen[Bearbeiten]

Wappen rot Sinzing.png

Die vier im Rahmen der Gebietsreform 1972 zur neuen Gemeinde Sinzing zusammengeschlossenen Gemeinden, haben sich in gerichts- und grundherrschaftlicher Beziehung verschiedenartig entwickelt. In den Gemeindeteilen Bergmatting, Eilsbrunn und Sinzing hatte die Klosterhofmark Prüfening umfangreichen Grundbesitz. Dies wird durch das Wappen des Klosters Prüfening – auf silbernem Grund ein durchgehendes rotes Kreuz – dargestellt. Die Gemeindeteile Viehhausen und auch Eilsbrunn waren überwiegend in adeligem Familienbesitz. Das Wappen der Freiherren von Rosenbusch fand bereits im alten Gemeindewappen von Viehhausen Verwendung. Im Wappen der Gemeinde Sinzing weist das redende Wappen auf die Familie Rosenbusch hin. Das mittelalterliche Geschlecht der Herren von Laber, die im gesamten Laber-/Donauraum eine Rolle spielten, ist durch ihr Wappen – fünfmal von Silber und Blau geteilt – ebenfalls im neuen Gemeindewappen vertreten.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Kirch St. Wolfgang Eilsbrunn
  • Wallfahrtskirche Mariaort: 1020 wurde die Ortschaft Ort erstmals urkundlich erwähnt. Die Kirche stammt aus dem Jahr 1192. Sie wurde im Dreißigjährigen Krieg geplündert, 1774–1776 erweitert und im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt. Frühklassizistischer Hochaltar, Nebenaltäre von 1650. Der Wacholderstrauch an der Kanzel auf der Außenseite der Kirche symbolisiert, dass das Gnadenbild vom Schwarzen Meer bis nach Mariaort auf einem Wacholderstrauch geschwommen sein soll.
  • Schloss Oberviehhausen: Das kleine Schloss wurde 1435 erstmals urkundlich erwähnt, es wechselte im Laufe der Jahrhunderte öfter den Besitzer. Im Dreißigjährigen Krieg wurde es von den Schweden zerstört und erst 1697 wiederaufgebaut. Das Schlossgebäude wird heute als Pfarrhaus genutzt.
  • Burgruine Niederviehhausen: Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg von den Schweden zerstört. Heute ist nur noch der sechsstöckige, 22 Meter hohe Turm aus Buckelquadern erhalten.
  • Alte Kirche in Sinzing mit romanischen Fresken von 1145. Der Bau mit dem massiven Turm mit Pyramidendach stammt wohl aus dem 13. oder 14. Jahrhundert. Die Innenausstattung ist barock.
  • Kirche von Bruckdorf: im Wesentlichen aus dem 11. Jahrhundert.
  • Gaststätte Röhrl in Eilsbrunn: Seit 1658 in Familienbesitz und laut Guinness-Buch der Rekorde älteste, durchgehend betriebene Gaststätte der Welt.[4]

Alle Bauwerke[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Sinzing

Gelber Fels, westlich von Eilsbrunn

Naturdenkmäler und Geotope[Bearbeiten]

  • Alpiner Steig (bizarre Felsformationen des Fränkischen Juras beim Ortsteil Eilsbrunn)
  • Der gelbe Felsen, westlich von Eilsbrunn
  • Die Hohe Wand, nördlich von Alling
  • Doline bei Reichenstetten, ein Senkungsgebiet auf einer Fläche von etwa 60 x 60 Metern

Musik[Bearbeiten]

  • BOS Blasorchester Sinzing
  • Blaskapelle Viehhausen

Sport und Vereine[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Sinzing hat eine gut ausgebaute Infrastruktur mit Handels-, Dienstleistungs- und Handwerksbetrieben. Die örtliche Nahversorgungssituation ist gut.

Verkehr[Bearbeiten]

Haltepunkt Sinzing
  • Autobahn A3, Ausfahrt Sinzing
  • Haltepunkt im Ortsteil Sinzing an der Bahnstrecke Regensburg–Ingolstadt mit stündlichen Verbindungen von und in Richtung Ingolstadt/Ulm und Regensburg/Landshut
  • RVV - Buslinie 26 von Regensburg über Sinzing nach Viehhausen und Buslinie 27 von Regensburg nach Eilsbrunn (am Abend und Wochenende Mischlinie 26/27)
  • Staatsstraße 2394
  • Kreisstraße R 37

Medien[Bearbeiten]

In der Gemeinde erscheint die Mittelbayerische Zeitung sowie das Regensburger Wochenblatt, eine Ausgabe der Wochenblatt Verlagsgruppe. Im Gemeindegebiet können neben den überregionalen Programmen auch die Radiosender Radio Charivari, Radio Gong FM und der regionale Fernsehsender TVA empfangen werden.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Jugendtreff
  • Kläranlage
  • Kommunalunternehmen Abwasserbeseitigung
  • Kindergarten Sinzing
  • Kindergarten Viehausen
  • Kindergarten Eilsbrunn
  • Netz für Kinder Viehhausen e.V.
  • Kinderkrippe
  • Kinderhort
  • Gemeindebücherei Viehhausen

Bildung[Bearbeiten]

  • Grundschule Sinzing

Literatur[Bearbeiten]

  • Heigl, Peter: Das Allinger Bockerl. Bayerns kürzeste Bahnstrecke; 1875–1967. Regensburg: Mittelbayerische Dr.- u. Verl.-Ges. 1997, 96 S, ISBN 3-931904-01-6
  • Motyka, Gustl: Sinzing. Von den Hofmarken und Edelsitzen zur Großgemeinde. Sinzing: Gemeinde Sinzing 1987, 143 S.
  • Ottlinger, Rudolf; Chrobak, Werner; Mages, Emma; Renner, Alois; Schwaiger, Dieter: Sinzing. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Sinzing: Gemeinde Sinzing 2005, 453 S, ISBN 3-00-017520-2
  • Schwarz, Annegret: Sinzing und Pentling. Untersuchungen zum Struktur- und Funktionswandel im Randbereich der Stadt Regensburg Regensburg: Pustet 1984, XI, 334 S.: Ill., graph. Darst., Kt.13 Kt.-Beil. Zugl.: Regensburg, Univ., Diss.
  • Teufel, Petra: Die Struktur der Gemeinde Sinzing. Regensburg: 2003,160 Bl.: Ill., graph. Darst. Regensburg, Univ., Zulassungsarbeit, 2003

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111215/235716&attr=OBJ&val=1033
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 573.
  4. Mittelbayerische Zeitung, Onlineausgabe, gesichtet 18. November 2010

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sinzing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien