All-in-one-Computer
Unter einem All-in-one-Computer versteht man einen stationären Computer, bei dem Hauptplatine und Monitorteil in einem gemeinsamen Gehäuse untergebracht sind. Außerdem wird der Begriff auf Desktop-Computer eingeschränkt, da er auf alle mobilen Geräte wie Notebooks, Tablet-Computer und Portables konzeptbedingt immer zutrifft.
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Vor- und Nachteile [Bearbeiten]
Ein wichtiger Vorteil dieser Bauweise ist, dass ein großer Teil der fehlerträchtigen und auch unansehnlichen Verkabelung entfällt (und so auch der WAF erhöht wird). Zusätzlich reduziert sich der Stromverbrauch gegenüber Einzelkomponenten, da aufgrund des Platzmangels bei der Konstruktion auf Notebookkomponenten zurückgegriffen wird.
Der Platzmangel im Gehäuse wirkt sich jedoch vor allem nachteilig aus, da Notebookkomponenten in der Regel leistungsschwächer ausfallen. Zudem steigt die Hitzeentwicklung, die nur mit ausgeklügelten Methoden in den Griff zu bekommen ist, da der Rechner in der Mitte des Wahrnehmungsfeld des Nutzers möglichst lautlos sein soll.
Geschichte [Bearbeiten]
Bei den ersten Geräte dieser Bauart wurde der Begriff All-in-one noch nicht verwendet. Es waren beispielsweise Systeme von IBM (5100-Serie, 1975), die frühen Modelle von Commodore (PET 2001 von 1977, sowie nachfolgende CBM-Serie) und Tandy (TRS-80 Modelle 3 und 4, 1980 bzw. 1983), bei denen sogar die Tastatur fest ins Gehäuse integriert war. IBM bezeichnete seine zwischen 20 und 48 kg schweren Geräte in Bezugnahme auf schrankgroße Minicomputer als "portable" Computer.
Im Jahr 1984 stellte die Firma Apple nicht nur den ersten grafisch gesteuerten Computer für den Massenmarkt, sondern auch den wohl bekanntesten All-in-one aller Zeiten vor, den sehr kompakten Macintosh. Während diese würfelartige Gehäuseform – abgesehen von einem Modell der mäßig erfolgreichen IBM PS/2-Reihe – bei Konkurrenten keine Beachtung fand, bot Apple bis in die 90er-Jahre immer wieder Rechner dieser Art an. Der Marktanteil Apples außerhalb der Kreativbranche war zu dieser Zeit jedoch verschwindend gering, die Firma nahe am Bankrott.
Dies änderte sich schlagartig, als Apple 1998 mit dem iMac ein Gerät in der All-in-one-Bauweise herausbrachte, das auf Anhieb erfolgreich war und heute als einer der Retter des Unternehmens gilt. Diese auf Kompaktheit, leichte Bedienbarkeit und gefälliges Design ausgelegte Modellreihe wird bis heute fortgeführt. Mit der Zeit wandelte sich die Grundform des Gehäuses mit dem Aufkommen von Flachbildschirmen und höherer Miniaturisierung, weg vom Würfel und hin zum unscheinbaren Monitor mit dahinterliegendem Flachrechner.
Aktuelle Entwicklungen [Bearbeiten]
Der in den 2000er-Jahren wieder zunehmende Erfolg Apples auf dem Verbrauchermarkt, nicht zuletzt populären Produkten wie dem iPod und iPhone geschuldet, verleitete auch andere Hersteller wie etwa Asus, Dell oder Sony ab etwa 2010 dazu, nun auch PCs in einer platzsparenden All-in-one-Konstruktion anzubieten. Anders als Apple integrieren viele dieser Hersteller zusätzlich einen Touchscreen in ihren Produkten.
Siehe auch [Bearbeiten]
- Apple iMac
- Commodore PET 2001 (historisch)
- IBM 5100 (historisch)
Weblinks [Bearbeiten]
- SPON: All-in-One-PC – Schreibtisch-Schönheiten (abgerufen 17. Juni 2011)
- www.all-in-one-pcs.net über Modelle verschiedener Hersteller (abgerufen 17. Juni 2011)