Allgäuer Volkssternwarte Ottobeuren

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Allgäuer Volkssternwarte Ottobeuren

Die Allgäuer Volkssternwarte Ottobeuren e.V. (AVSO) ist die älteste und größte Volkssternwarte in Mittelschwaben und dem im Süden angrenzenden Allgäu.

Die Sternwarte liegt rund ein Kilometer südwestlich von Ottobeuren. Der Verein der Sternwarte wurde 1966 gegründet. 1969 wurde das ursprüngliche Sternwartengebäude in Betrieb genommen. Für die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Jugendherbergswerk als Naturstudienplatz wurde der Sternwarte 1973 die Nikolaus-Kopernikus-Medaille verliehen.

Erweiterungen[Bearbeiten]

In den Jahren 1987 und 1988 wurde die Sternwarte wegen der stark gestiegenen Besucherzahlen erheblich erweitert. Hinzu kamen ein großer Vortragsraum und ein neues Kuppelgebäude mit einem 30-cm-Teleskop. 1996 erhielt die Sternwarte ein 60-cm-Spiegelteleskop, das wegen seiner Größe nicht äquatorial, sondern azimutal montiert ist. 2003 wurde dem Mitbegründer der Sternwarte Heinrich Forth die Richard-Schirrmann-Medaille des Deutschen Jugendherbergswerkes verliehen. Heute hat die Sternwarte im Mittel zwischen 3500 und 4000 Besucher pro Jahr und bietet ein umfangreiches Vortragsprogramm für alle Altersklassen.

Instrumente[Bearbeiten]

60cm Teleskop
30cm Teleskop

Die Volkssternwarte Ottobeuren verfügt über ein 60 cm Spiegelteleskop auf einer Azimutalen Montierung, das als Hauptinstrument im Einsatz ist.

Technische Daten:

  • 60-cm Cassegrain-Teleskop mit Nasmyth-Fokus
  • Brennweite f = 7200 mm, Öffnungsverhältnis 1:12
  • Optik von Carl Zeiss Jena
  • 15-cm-Refraktor von Lichtenknecker Optics
  • Brennweite 1500 mm - zur Sonnenbeobachtung ein 0,5A H-alpha-Sonnenfilter von DayStar - Azimutale Gabelmontierung - integrierte Computersteuerung und ein Derotator für die Astrofotografie.

2007 wurde das Teleskop generalmodernisiert und auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Heute ist es möglich, trotz azimutaler Montierung rotationsfreie Astrofotografie zu betreiben.

Zweitinstrument (fotografisch) im Kuppelgebäude:

  • 300-mm Schmidt-Cassegrain-System (Lichtenknecker MPT 300)
  • Brennweite 1500 oder 4000 mm - 5“-Starfire Refraktor (Brennweite 1030 mm)
  • Alt-7-AD- Montierung mit Computersteuerung (deutsche Montierung)
  • Autoguider STV von SBIG

Diverse Kleingeräte wie ein C8 Spiegelteleskop und ein 20x100 Fernglas stehen dem Verein auch zur Verfügung.

Vortragsraum[Bearbeiten]

Neben den Beobachtungsinstrumenten steht ein voll ausgestatteter Vortragsraum zur Verfügung. Es ist dort möglich, Himmelsereignisse per Videoübertragung auf die Leinwand zu projizieren.

Öffentlichkeitsarbeit[Bearbeiten]

Die Sternwarte ist jeden Freitag ab 19:30 Uhr für die Öffentlichkeit zugänglich. Eine unregelmäßig erscheinende Vereinszeitschrift „Astro-Amateur“ ist das Printmedium des Vereins. Für große Gruppen können extra Sonderführungen bei der Geschäftsstelle vereinbart werden.

Weblinks[Bearbeiten]

47.92883333333310.287083333333Koordinaten: 47° 55′ 43,8″ N, 10° 17′ 13,5″ O