Allgemeines Ehrenzeichen (Preußen)

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Allgemeines Ehrenzeichen II. Klasse

Das Allgemeine Ehrenzeichen war eine am 18. Januar 1810 durch den preußischen König Friedrich Wilhelm III. gestiftete Auszeichnung für Zivilverdienste.

Es bestand ursprünglich aus einer Allgemeine Verdienstmedaille (bis 1814) I. (in Gold) und II. Klasse (in Silber), dann wurde die goldene Medaille der I. Klasse durch ein silbernes Kreuz ersetzt. Dieses Kreuz wurde 1830 zur IV. Klasse des Roten Adlerordens erhoben, so dass nur noch die silberne Medaille bestehen blieb. 1890 wurde als höhere Stufe eine goldene Medaille als Allgemeines Ehrenzeichen in Gold gestiftet, welche am 27. Januar 1900 durch das Kreuz des Allgemeinen Ehrenzeichens (1900–1918), das an einem 28 mm breiten orangen Band mit zwei weißen Randstreifen getragen wurde, ersetzt wurde. Dieses konnte zusätzlich für besondere Verdienste mit einer goldenen königlichen Krone über dem silbernen Kreuz verliehen werden. Letztlich folgte als weitere Abstufung nach unten das von Wilhelm II. am 27. Januar 1912 gestiftete Allgemeine Ehrenzeichen in Bronze, das wie das silberne Allgemeine Ehrenzeichen am 35 mm breiten weißen Band mit roten Randstreifen auf der linken Brust getragen wurde.

Diese Auszeichnung wurde verliehen für ein langjähriges Amtsjubiläum oder für besondere Verdienste von Personen, die aufgrund ihres Ranges für die Verleihung eines Ordens nicht in Frage kamen. In der Regel waren dies untere und mittlere Beamte und Unteroffiziere. Die Medaillen und Kreuze wurden aus Silber oder Gold hergestellt. Einige wenige Exemplare wurden im Kriegsjahr 1918 aus Zink gefertigt.

Die Vorderseite trägt die dreizeilige Inschrift VERDIENST – UM – DEN STAAT, die von einem Lorbeerkranz umschlossen ist. Im Revers das gekrönte Monogramm FWR III (Friedrich Wilhelm Rex III.). Das Revers des Ehrenzeichens in Bronze trägt unter dem Monogramm seines Stifters WR II (Wilhelm Rex II.) die Jahreszahl 1912.

Literatur[Bearbeiten]

  • Jörg Nimmergut: Deutsche Orden und Ehrenzeichen bis 1945. Band 2: Limburg–Reuss. Zentralstelle für wissenschaftliche Ordenskunde. München 1997. S. 971–978. ISBN 3-00-00-1396-2.
  • F. W. Hoeftmann: Der preussische Ordens-Herold. Berlin 1868 (Reprint). S. 141f., 2. Nachtrag S. 6-8. ISBN 978-3-934743-45-8.