Almeríakultur

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Karte der europäischen Jungsteinzeit– bzw Mittelsteinzeitkulturen, ca. 4500-4000 v. Chr.:
Das sogenannte Ídolo de Extremadura. Ein Idol aus der Kupferzeit. Es hat eine zylindrische Form, in der Mitte leicht vergrößert, und es zeigt übers einen oberen Umfang eingravierte bzw eingearbeitete Dekorationen. Man findet eine radial-schematisch dargestelltes Augenpaar, Augenbrauen, Haare und möglicherweise eine Gesichtstatoo.

Die Almeríakultur ist eine spätjungsteinzeitliche, iberische Ackerbaukultur, die nach dem südostspanischen Küstenort Almería benannt ist. Ihre Spätphase zeigt kupferzeitlichen Einfluss und weist auf Beziehungen zur Glockenbecherkultur hin. Nachfolgerin der Almería-Kultur ist die Los Millares-Kultur.

Von Nordspanien unterscheidet sich diese Kultur grundlegend. Sie ist eher mit der Prähistorie des Maghreb verwandt. Eine der Besiedlungen in der Region erfolgte durch die Iberer, einem nordafrikanischen Volk. Der französische Philologe und Archäologe Louis-Pierre Siret setzte zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Produzenten neolithischer Funde in Südostspanien und Nordafrika mit den Iberern gleich, wobei er sich vermutlich auf Angaben Varros stützt.

Den Anfang der archäologischen Kultur bilden (um etwa 3000 v. Chr.) die dauerhaften Plätze im Vera Bassin (Cabecicos Negros), auf dem Campo de Tabernas, dem Campo de Nijar, im Tal des Andarax, im Korridor von Chirivel und im Norden bei Vélez. Die Ausgrabung der Siedlungen auf dem Cerro de la Chinchilla bei Rioja und auf dem Cerro de los López bei Vélez Rubio erbrachten das wesentliche Wissen über die frühe Stufe.

Diese Periode setzt das System der älteren Dörfer fort, die aber erweitert werden. Die Kultur entwickelt sich dann zur ersten Phase der iberischen Kupfermetallurgie, die in den oberen Straten einiger Plätze, wie Almizaraque (Höhlen von Almanzora), Ciavieja (El Ejido) und Terrera Vertura identifiziert wurden. In diesem Sinne ist die technologische Einordnung der Kultur widersprüchlich, während die keramischen Inventare ähnlich bleiben. Die Silextechnologie zeigt an vielen Plätzen ein mikrolithisches Repertoire. Die Bestattung der Toten erfolgt in Kollektivgräbern, zuerst in Erdgräbern, dann in Kuppel- und Rundgräbern. Neben anikonischen Menhiren tauchen in den Gräbern Elfenbeinfiguren (Jaén) und flache Steinidole auf. Sie weisen eine gewisse Variationsbreite, aber keine stilistische Ausformung auf. Die Almeriakultur brachte auch Felsritzungen (insbesondere auch Augenidole) hervor, die außerhalb Spaniens ihre deutlichste Entsprechung im Südgrab auf dem Holm of Papa Westray haben.

Literatur[Bearbeiten]

  • Manuel Carrilero Millán, Ángela Suárez Marquez: El territorio almeriense en la prehistoria. IEA, Almeria, 1997, ISBN 84-8108-134-5