Alphonse Hasselmans

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Alphonse Hasselmans

Alphonse Hasselmans (* 5. März 1845 in Lüttich, Belgien; † 19. Mai 1912 in Paris) war ein französischer Harfenist, Komponist und Pädagoge.

Leben[Bearbeiten]

Er war von 1884 bis zu seinem plötzlichen Tod 1912 als Professor für Harfenmusik am Pariser Konservatorium tätig. Dort förderte er eine Generation von bedeutenden französischen Harfenisten des 20. Jahrhunderts, darunter Henriette Renié, Marcel Tournier, Carlos Salzedo, Marcel Grandjany, Lily Laskine, Lili Boulanger und Pierre Jamet. Seine Tochter Marguerite Hasselmans (1876–1947) war Konzertpianistin und langjährige Geliebte von Gabriel Fauré. Sein Sohn Louis Hasselmans (1878–1957) war Dirigent, insbesondere von Opern. Dessen Karriere brachte ihn auch in die Vereinigten Staaten, an die Chicago Civic Opera und die Metropolitan Opera, ehe er Professor für Musik an der Louisiana State University wurde. Zahlreiche Komponisten haben Hasselmans Werke gewidmet. Eines davon ist "Choral et Variations" für Harfe und Orchester von Charles-Marie Widor. Hasselmans selbst spielte den Solopart bei der Uraufführung im März 1900.

Werk[Bearbeiten]

Alphonse Hasselmans komponierte mehrere Dutzend Werke für Harfe. Seine berühmteste Komposition ist eine Konzert-Etüde mit dem Titel La Source (Die Quelle). Außerdem arrangierte er viele fremde Werke für Harfe. Des Weiteren bearbeitete er eine bedeutende Etüden-Sammlung des im 19. Jahrhundert lebenden Komponisten Robert Nicolas-Charles Bochsa.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Alphonse Hasselmans – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien