Inkalilien

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Inkalilien
Inkalilie (Alstroemeria-Aurea-Hybride) Sorte 'Saturne'

Inkalilie (Alstroemeria-Aurea-Hybride) Sorte 'Saturne'

Systematik
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Monokotyledonen
Ordnung: Lilienartige (Liliales)
Familie: Inkaliliengewächse (Alstroemeriaceae)
Tribus: Alstroemerieae
Gattung: Inkalilien
Wissenschaftlicher Name
Alstroemeria
L.
Illustration von Alstroemeria pallida.

Die Inkalilien (Alstroemeria) sind eine Gattung in der Familie der Inkaliliengewächse (Alstroemeriaceae) innerhalb der Ordnung der Lilienartigen (Liliales), gehören also zu den Einkeimblättrigen Pflanzen (Liliopsida). Die Gattung wurde von Carl von Linné zu Ehren des schwedischen Kaufmanns und Botanikers Claes Alströmer (1736–1794) benannt. Es gibt etwa 40 bis 65 Arten. Aus wenigen Arten wurden sehr viele Sorten gezüchtet, vor allem aus Alstroemeria aurea (Syn.: A. aurantiaca). Die Hybriden sind beliebte Schnittblumen.

Beschreibung[Bearbeiten]

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Alstroemeria-Arten wachsen als saisongrüne, ausdauernde krautige Pflanzen. Sie bilden Rhizome oder Knollen als Überdauerungsorgane. Die wechselständigen am Stängel verteilt angeordneten, resupinaten Laubblätter sind einfach und ganzrandig.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die Blüten stehen einzeln oder in achsel- oder endständigen, traubigen oder doldigen Blütenständen (Infloreszenzen) mit laubblattähnlichen Hochblättern. Die zwittrigen, meist zygomorphen Blüten sind dreizählig. Es sind zwei Kreise mit je drei freien, spatelförmigen Blütenhüllblättern vorhanden, von denen nur die drei des äußeren Kreises gleichgestaltet sind. Die oberen Blütenhüllblätter des inneren Kreises sind bei den Naturformen und auch vielen Sorten gestreift. Am unteren Ende der Perigonblätter wird Nektar sezerniert. Es sind zwei Kreise mit je drei freien, dünnen Staubblättern vorhanden. Die auf einem ringförmigen Nektarium entspringenden Staubfäden sind aufwärts gebogen. Drei Fruchtblätter sind zu einem dreikammerigen, unterständigen Fruchtknoten. In jeder Fruchtknotenkammern stehen die vielen Samenanlagen in zwei Reihen. Der dreigabelige Griffel endet in drei kurz zurückgekrümmten Narben.

Blütenformel: \downarrow P_{3+3} \; A_{3+3} \; G_{\overline{(3)}}

Sie bilden lokulizidale Kapselfrüchte, die viele Samen enthalten.

Die Chromosomenbasiszahl ist n = 8.

Verbreitung[Bearbeiten]

Die Heimat sind die gemäßigten Zonen bis in die Tropen, in Südamerika und Mittelamerika. Die Inkalilien gehören also ausschließlich ins Florenreich der Neotropis.

Systematik[Bearbeiten]

1762 wurde die Gattungsname Alstroemeria von Carl von Linné in Planta Alströmeria aufgestellt und er benannte sie zu Ehren seines Studenten Claus Alstroemer (1736–1794). Die Typusart ist Alstroemeria salsilla L.. Sie ist die Typusgattung der Familie der Alstroemeriaceae. Synonyme für Alstroemeria L. sind: Schickendantzia Pax, Taltalia Ehr.Bayer.

In der Gattung Inkalilien (Alstroemeria) gibt es 40 bis 65 Arten. Hier mit den Unterarten und Synonymen [1]:

Nutzung[Bearbeiten]

Viele Alstroemeria-Sorten werden als Zierpflanzen, besonders als Schnittblumen, genutzt.

Von einigen Alstroemeria-Arten werden die stärkereichen, unterirdischen Pflanzenteile gegart gegessen. [3]

Literatur[Bearbeiten]

  • Ehrentraud Bayer: Die Gattung Alstroemeria in Chile, Dissertation Universität München, 1986.
  • Ehrentraud Bayer: Die Gattung Alstroemeria in Chile, Mitteilungen der Botanischen Staatssammlung München 24, 1987.
  • Marta Camargo de Assis: Alstroemeria L. (Alstroemeriaceae) do Brasil, Ph.D. Thesis, University of São Paulo, 2001.
  • G. J. Harden: Kurze Beschreibung in der New South Wales Flora Online.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Alstroemeria im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.
  2. a b Marta Camargo de Assis: New Species of Alstroemeria (Alstroemeriaceae) from Brazil in Novon: A Journal for Botanical Nomenclature, 19 (2), 2009, S. 145-149.
  3. Eintrag bei Plants for a Future.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Inkalilien – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien