Amt Bornefeld
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Das Amt Bornefeld entstand bei der Neuaufteilung des Herzogtumes Berg in acht Ämter durch Graf Gerhard I. von Jülich und Berg etwa um 1360. Das Amt umfasste das Umland der heutigen Stadt Wermelskirchen, das Kirchspiel Lüttringhausen (bis 1407), Hückeswagen (ab 1555), Dhünn, Remscheid und Dabringhausen. Der Ort Lennep besaß bereits die Stadtrechte und eine eigene Gerichtsbarkeit, war also nicht Teil des Amtes. Südlich grenzte das Amt Steinbach an, westlich das Amt Miselohe und das Amt Solingen, später im Nordosten ab ca. 1380 das Amt Beyenburg (in das Lüttringhausen überführt wurde), und schließlich im Nordwesten das Amt Elberfeld.
Eine Besonderheit für die jüngeren bergischen Ämter lag in der Bestimmung, das 24 Schöffen der altbergischen Ämter hinzugezogen werden mussten, wenn bei Rechtsgeschäften kein Beschluss gefasst werden konnte. Für das Amt Bornefeld waren dies die Ämter Miselohe und Steinbach.
Hauptsitz des Amtes war das heutige Bergisch Born, hier stand die erstmalig 1363 urkundlich erwähnte Veste Bornefeld. Im Jahr 1555 wurde es adminstrativ mit dem Amt Hückeswagen vereinigt und hieß seit dem Amt Bornefeld-Hückeswagen.
Der Mathematiker und Geograph Erich Philipp Ploennies schrieb 1715 in seinem topographischen Werk über die Gebiete Solingen und Remscheid:
„…daß hier "die meisten inwohner…handwercksleüte und Kaufleüt" seien, "daher siehet man in demselben soViel werckstädt(n), soViel schleifkotten, hämmer…und schmieden; sintemahl in diesem Ambt die meisten eisenware(n) Von degen, messern…und anderen dingen gemacht werden…und in frembde lande Versandt.“
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