Amundsen-See

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Karte der Antarktis, links die Amundsen-See
Genaue Abgrenzung

Die Amundsen-See ist ein Randmeer des Südpolarmeers (bzw. des Südpazifiks nach alter Lesart) und befindet sich vor der Westküste von Antarktika in Höhe des 110° westlichen Längengrades, zwischen Cape Dart auf Siple Island im Westen und Cape Flying Fish auf Thurston Island im Osten.[1] Östlich liegt die Bellingshausen-See, im Westen das Rossmeer.

Nach dem Polarforscher Roald Amundsen benannt wurde es vom Norweger Nils Larsen, der das Meer im Februar 1929 an Bord seines Schiffs Norvegia erkundete. Da das Meer im Allgemeinen dicht mit Packeis zugefroren ist, war der genaue Küstenverlauf bis zum Februar 1940 unbekannt, als von der U.S. Antarctic Service Expedition unter der Leitung von Richard Byrd Aufklärungsflüge in der Region durchgeführt wurden. 1946 versuchte zwei Eisbrecher im Rahmen von Operation Highjump, das Meer zu durchqueren, um möglichst nahe an Mount Siple heranzukommen, mussten jedoch das Vorhaben bald abbrechen.[2]

In die Amundsen-See mündet der Thwaites-Gletscher. Von der Gletscherzunge brach im Jahr 2002 ein 3400 km² großer Eisberg ab.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Australian Antarctic Data Centre: Amundsen Sea
  2. Mills, William J.: Exploring Polar Frontiers: A Historical Encyclopedia. ABC-Clio, Santa Barbara 2003. ISBN 978-1576074220, S. 20

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Amundsen-See – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

-73-112Koordinaten: 73° 0′ 0″ S, 112° 0′ 0″ W