Anne Henriette de Bourbon

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.
Prinzessin Anne Henriette von Frankreich

Anne Henriette von Frankreich („Madame Seconde“) (* 14. August 1727 in Versailles; † 10. Februar 1752 in Versailles) war Prinzessin von Frankreich.

Leben[Bearbeiten]

Prinzessin Anne Henriette von Frankreich und ihre Zwillingsschwester Louise Elisabeth von Frankreich wurden am 14. August 1727 als die ersten Kinder von König Ludwig XV. von Frankreich und seiner polnischen Gemahlin Maria Leszczyńska in Versailles geboren.

Anne Henriette von Frankreich

Während ihre Schwester Louise Elisabeth die Reise nach Spanien als Ehefrau von Philipp von Spanien antrat, blieb Anne Henriette in Versailles und litt unter dem Verlust ihrer Lieblingsschwester, mit der sie den Großteil ihrer Zeit verbracht hatte. In der Folge zog sich die von Natur aus schon sehr reservierte Prinzessin immer mehr zurück und widmete sich der Musik. In den folgenden Jahren perfektionierte sie ihr Gambenspiel. Ihr Lehrer war Jean-Baptiste-Antoine Forqueray, einer der berühmtesten Gambisten im Frankreich des 18. Jahrhunderts, dessen Vater Antoine Forqueray bereits bei Ludwig XIV. als Gambist tätig war. Die Leidenschaft von Anne Henriette für die Musik wurde von dem Hofmaler Jean-Marc Nattier auf seinem Porträt von der musizierenden Madame Henriette festgehalten.

Anne Henriette von Frankreich beim Gambenspiel

Im Gegensatz zu ihrer Zwillingsschwester war Anne Henriette nie verheiratet, obwohl sie eine Zeit lang für den Herzog von Orléans schwärmte und sich mit ihm häufig traf. Die Zwillingsschwestern entfremdeten sich kurzzeitig, als Louise Elisabeth sich mit der Mätresse ihres Vaters, Madame de Pompadour, anfreundete und durch diese Handlung die Missgunst ihrer Mutter und ihrer anderen Geschwister auf sich zog. Die Königin von Frankreich und ihre Kinder am Hof von Versailles formten eine Partei, die sich der Macht der Mätresse widersetzten.

Anfang des Jahres 1752 erkrankte die Prinzessin an den Pocken und starb am 10. Februar 1752 im Alter von 24 Jahren. Sie wurde in der Basilika Saint-Denis begraben. Später wurde ihre Zwillingsschwester an ihrer Seite bestattet.

Weblinks[Bearbeiten]