Aporie

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Unter Aporie (griech. ἀπορία, Ratlosigkeit, von gr. o πόρος, der Weg, a poros eigtl. „Ausweglosigkeit“) versteht man im Zusammenhang mit Sokrates eine unauflösbare theoretische Problemstellung, die die paradoxe Erkenntnis des eigenen Nichtwissens ermöglicht: Sokrates führt seine Gesprächspartner dabei mit Hilfe der Elenktik in die Aporie, um sie so auf die Suche nach Wahrheit (griech. αλήθεια) zu leiten. Die platonischen Dialoge als Zeugnisse dieser philosophischen Strategie enden sämtlich aporetisch.

Aporie wird in der Minnelyrik auch als Unvereinbarkeit gesehen, z. B. die Unvereinbarkeit zwischen minne und êre, wie sie Reinmar in seinen Liedern postuliert.

In der Rhetorik ist die aporia eine Redefigur, die die Zweifelhaftigkeit einer Aussage durch den Sprecher verdeutlicht.

Aporetische Struktur und Funktion hat im weiteren Sinn auch das Koan in der zenbuddhistischen Meditation.

Die Aporetik ist die Kunst, unlösbare oder schwer zu lösende Probleme zu durchdenken und zu erörtern.

[Bearbeiten] Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Aporie – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik
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