Arancino

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Arancini aus Palermo
Arancini aus Ragusa

Arancini (Mehrzahl von arancino; italienisch für „kleine Orangen“, sizilianisch arancinu, bzw. arancina) sind frittierte und gefüllte Reisbällchen. Sie gehören zur traditionellen sizilianischen Küche und werden je nach Provinz auch in konischer Form zubereitet. Möglicherweise wurde das Gericht vom levantinischen Kibbeh beeinflusst.

Zubereitung[Bearbeiten]

Zur Zubereitung wird zunächst geschälter Rundkornreis wie beim Risotto in Brühe bissfest gegart und mit eingeweichten Safranfäden, etwas Butter, Parmesan oder Pecorino und Ei vermischt.

Für die Füllung werden grob oder fein gehacktes Fleisch, Pancetta, Erbsen, Tomaten und Zwiebeln geschmort, bis die Masse stark eingedickt ist. Es können auch andere Zutaten wie z. B. würziger Käse, Pilze oder Geflügelleber verwendet werden.

Wenn die Reismasse abgekühlt ist, wird sie portionsweise mit etwas Füllung zu mandarinengroßen Bällchen geformt. Die Bällchen werden paniert, in Pflanzenöl frittiert und vorzugsweise heiß gegessen. Eine mögliche Abwandlung besteht darin, statt Pflanzenöl geklärte Butter oder Butterschmalz zu verwenden.

Ein ähnliches Gericht sind die in der mittelitalienischen Region Latium bekannten Supplì.

Trivia[Bearbeiten]

Die Romanfigur „Commissario Montalbano“, Held einer auf Sizilien spielenden Krimiserie von Andrea Camilleri, ist ein bekennender Liebhaber dieses Gerichts.

Weblinks[Bearbeiten]