Architektur (Informatik)

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Architektur (von griechisch αρχή archē ‚Anfang‘, ‚Ursprung‘, ‚Grundlage‘, ‚das Erste‘ und τέχνη téchne ‚Kunst‘, ‚Handwerk‘, auch lateinisch tectum ‚Gebäude‘, ‚Haus‘, ‚Dach‘) bedeutet allgemein ‚Baukunst mit zweckbestimmter Gestaltung‘. Speziell in der Informatik bezieht sich „Architektur“ auf informationstechnische Systeme, ihre Zusammensetzung aus verschiedenen Komponenten und deren Zusammenwirken. Der Ausdruck wird in unterschiedlichen Bereichen und Zusammenhängen angewendet.

Herkunft des Begriffs[Bearbeiten]

Im 20. Jahrhundert wurde die aus dem Bauwesen stammende Bezeichnung Architektur verallgemeinert und auf andere geplante, komplexe Strukturen und deren Konzeption (Entwurf) übertragen.

Die angewandte Informatik hat den übertragenen Architekturbegriff übernommen. Dies spiegelt wider, dass nach Anwenderanforderungen gearbeitet wird und das Zusammenspiel vieler unterschiedlicher Komponenten berücksichtigt werden muss.

Verwendungsbereiche[Bearbeiten]

Der Architekturbegriff findet dabei im Wesentlichen in folgenden unterschiedlichen Bereichen Anwendung:

Der Architekturgedanke erfuhr insbesondere in der Informations- und Softwarearchitektur große Bedeutung, als 1987 durch Kent Beck und Ward Cunningham die Entwurfsmuster des Mathematikers und Architekturtheoretikers Christopher Alexander auf die Softwareerstellung übertragen wurden.

Hierbei wurde die große Verwandtschaft deutlich, die das Verstehen in der Informatik mit dem von Architekten oder Stadtplanern aufweist: bestimmte Anforderungen führen zu einem zu erstellenden Funktionsumfang, der durch einzelne Komponenten realisiert werden muss.

Ein Architekturmodell von Objekten insbesondere aus der Informatik, das als Vorlage für die Entwicklung und somit als Modellmuster dient oder zum Vergleich herangezogen wird, wird Referenzarchitektur genannt.