Artamon Sergejewitsch Matwejew

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Artamon Sergejewitsch Matwejew

Artamon Sergejewitsch Matwejew (* 1625; † 15. Mai 1682) war ein russischer Politiker.

Matwejew war ein Vertrauter des Zaren Alexei und während dessen Regierungszeit Erster des Gesandtschaftsprikas. Dank seiner Verbindungen zu Ausländern wurde ihm der Beiname Der Westler gegeben. Bezeichnend für das enge Verhältnis zum Zaren ist, dass dieser seine zukünftige Gemahlin Natalja Kirillowna Naryschkina, deren Vormund Matwejew wurde, in Matwejews Haus traf. Beim Tode des Zaren, 1676, wurde er von der, durch ihre Verwandtschaft mit Fjodor III. einflussreichen, Familie der Miloslawskij der Ermordung des Zaren und des Gebrauchs schwarzer Magie beschuldigt. Die nächsten Jahre bis 1682 in der Verbannung. Erst beim Tode des Zaren wurde er von der Mutter des neuen Herrschers Peter, die besagte Naryschkina war, zurückgerufen, die zu diesem Zeitpunkt Regentin war. Als Matwejew am 11. Mai in Moskau ankam hatten die Schwester des Zaren, Sofia Alexejewna, und ihr Onkel Iwan Miloslawskij Unruhen unter den Strelitzen geschürt. Sie behaupteten, dass die Regentin Iwan, den anderen Sohn Alexejs ermordet hätten. Nachdem es ihm vorerst gelungen war, die am 15. Mai in den Kreml gestürmten Strelitzen zu beruhigen, wurde er von diesen schließlich ermordet und verstümmelt. Seine Körperstücke wurden von einem Diener gesammelt und seiner Familie überbracht. Seine Enkelin, Marie Hamilton, sollte später Geliebte Peters des Großen werden.

Literatur[Bearbeiten]