Assoziation (Psychologie)

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Assoziation in der Psychologie und der Psychoanalyse ist die Annahme, dass beim Lernen einfache, nicht reduzierbare Elemente (in der Regel Sinneseindrücke) unter bestimmten Bedingungen miteinander verknüpft werden können.

Der Begriff der Assoziation dient dabei zur Erklärung des Phänomens, dass zwei (oder mehr) ursprünglich isolierte psychische Inhalte (wie z. B. Wahrnehmungen, Gefühle oder Ideen), auch als Assoziationsglieder bezeichnet, eine so enge Verbindung eingehen, dass das Aufrufen eines Assoziationsgliedes das Auftreten eines oder mehrerer weiterer Assoziationsglieder nach sich zieht oder zumindest begünstigt. So werden zum Beispiel der Anblick einer Rose und der Duft einer Rose im Gedächtnis miteinander verbunden, da sie beim Lernen meist gemeinsam auftreten, während Zitronen-Duft vielleicht eher das Bild einer Spülmittel-Flasche aktiviert.

Nach den auf Aristoteles zurückgehenden primären Assoziationsgesetzen hängt die Assoziationsstärke zweier Reize ab von ihrer räumlichen und zeitlichen Nähe (Kontiguität), Gleichheit und Gegensätzlichkeit während des Lernens.

Thomas Brown (1778–1829) ergänzte diese Gesetze im 19. Jahrhundert mit seinen sekundären Assoziationsgesetzen, nach denen die Verbindungsstärke zweier Reize abhängig ist von

  • ihrer jeweiligen Intensität
  • der Häufigkeit ihres gemeinsamen Auftretens
  • der Zeit, die seit dem letzten gemeinsamen Auftreten vergangen ist
  • der Anzahl mit dieser Verknüpfung konkurrierender Verknüpfungen.

Die Leistungen des Gedächtnisses beruhen nach der herrschenden Meinung auf eben solchen Assoziationsketten. Damit ergibt sich als eine unabdingbare Voraussetzung des menschlichen Gedächtnisses die Fähigkeit zur Assoziation. Bedeutsam ist dies vor allem in der Gedächtnis- und Lernforschung.

Assoziationslernen ist die Verknüpfung von Reizen. Am Beispiel von Pawlows Hund: Ein neutraler Reiz (z. B. Klingeln einer Glocke), der normalerweise mit einer unspezifischen Reaktion (evtl. Kopfdrehen zur Klangquelle) verknüpft ist, löst nun eine bestimmte (Speichelfluss), zuvor mit einem anderen Reiz (Anblick oder Geruch von Futter) verknüpfte Reaktion aus (Reiz-Substitution).

Das Assoziationslernen beinhaltet

Assoziation wird auch im Rahmen der technischen Mustererkennung als eine Eigenschaft von neuronalen Netzen genannt.

Siehe auch[Bearbeiten]