Astyanax

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der griechischen Sagengestalt Astyanax. Für die Fischgattung siehe: Astyanax (Gattung).
Hektors Abschied, Astyanax auf Andromaches Schoß. Apulisch-rotfiguriger Kolonettenkrater, circa 370–360 v. Chr.

Astyanax (altgriech. Ἀστυάναξ: „Fürst der Stadt“), Beiname Skamandrios, war nach Homer der Sohn des trojanischen Königssohnes Hektor und dessen Gemahlin Andromache.

In Homers Ilias (VI 402 ff.) wird der rührende Abschied von seinen Eltern geschildert, bevor sein Vater in den Kampf mit Achilleus zieht und von diesem getötet wird. Der kleine Astyanax selbst wird nach der Eroberung Trojas umgebracht, um zu verhindern, dass er später den Tod seines Vaters räche. Wie er stirbt, variiert je nach Version der Erzählung: Entweder wird er auf Ratschluss des Odysseus getötet (so die Iliupersis), oder Neoptolemos, der Sohn des Achilleus und der Deidameia, stößt Astyanax von den Mauern des brennenden Troja (so Pausanias X 25, 9). Ovid hingegen berichtet nur, dass er vom Turm der Stadt heruntergeworfen wurde. (Siehe Ovid, Metamorphosen XIII 415)

Nach noch späteren Versionen der Sage bleibt Astyanax am Leben und gründet ein neues Troja (Scholien zu Ilias XXIV 735) oder flieht unter dem Namen Francus nach Gallien.

Astyanax ist auch Titelfigur eines Gedichtes im Zyklus Mythistorima von Giorgos Seferis.

Literatur[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Hektorlied

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Astyanax – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien