Augenbläschen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Als Augenbläschen oder Vesicula optica bezeichnet man die paarige Ausstülpung des 1. Gehirnbläschens (später: Zwischenhirn), aus der nach Einstülpung (Augenbecher-Bildung) die Netzhaut und das Pigmentepithel des Auges hervorgehen, während der Augenbläschenstiel (später: Augenbecherstiel) den Sehnerv liefert. Die Becherbildung setzt nach Bildung der Linsenplakode (Linsenanlage) ein bzw. wird von der Linse induziert [1]. Dabei wird der vordere Becherrand zur Pupille. Chorioidea (Aderhaut), Sclera (Lederhaut) und Cornea (Hornhaut) entstehen aus dem Mesenchym des Kopfbereichs.

Siehe auch[Bearbeiten]

Belege[Bearbeiten]

  1. Werner A. Müller, Monika Hassel: Entwicklungsbiologie und Reproduktionsbiologie von Mensch und Tieren. Ein einführendes Lehrbuch. 4., vollständig überarbeitete Auflage. Springer, Berlin u. a. 2006, ISBN 3-540-24057-8, S. 333 ff.: Kapitel 12.4.3: Die Induktion der Augenlinse ist ein Schulbeispiel eines nachgeordneten Induktionsprozesses.