Austriazismus
Als Austriazismus bezeichnet man einen Ausdruck, der in den in Österreich verbreiteten sprachlichen Varietäten des Deutschen Verwendung findet und im übrigen deutschen Sprachgebiet entweder als typisch österreichisch wahrgenommen wird oder nicht üblich oder verständlich ist.[1] Austriazismen sind ein konstituierendes Element des Österreichischen Deutsch.
Siehe auch: Liste von Austriazismen.
Die entsprechenden schweizerischen Besonderheiten bezeichnet man als Helvetismen. Für die auf Deutschland beschränkten Besonderheiten gibt es keinen allgemein üblichen Begriff, in der sprachwissenschaftlichen Fachliteratur werden seit Mitte der 1990er die Begriffe „Teutonismus”, „Deutschlandismus” und „Bundesgermanismus” verwendet und kontrovers diskutiert.
[Bearbeiten] Literatur
- Hermann Scheuringer: Die lexikalische Situation des Standarddeutschen in Österreich. In: D. A. Cruse, Franz Hundsnurscher, Michael Job (Hrsg.): Lexikologie / Lexicology. Halbband 2, de Gruyter, Berlin 2005, ISBN 978-3110171471 (S. 1196).
- Ulrich Ammon: Die deutsche Sprache in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Problem der nationalen Varietäten. de Gruyter, Berlin 1995, ISBN 978-3110147537.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Helmut Glück (Hrsg.): Metzler Lexikon Sprache, 3. Aufl. (2005). Metzler, Stuttgart, S. 75