Burghausen

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Dieser Artikel befasst sich mit der Stadt Burghausen an der Salzach, weiteres siehe Burghausen (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Burghausen
Burghausen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Burghausen hervorgehoben
48.16666666666712.833333333333421Koordinaten: 48° 10′ N, 12° 50′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Altötting
Höhe: 421 m ü. NHN
Fläche: 19,85 km²
Einwohner: 17.715 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 892 Einwohner je km²
Postleitzahl: 84489
Vorwahl: 08677
Kfz-Kennzeichen:
Gemeindeschlüssel: 09 1 71 112
Stadtgliederung: 33 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Stadtplatz 112
84489 Burghausen
Webpräsenz: www.burghausen.de
Bürgermeister: Hans Steindl (SPD)
Lage der Stadt Burghausen im Landkreis Altötting
Burghausen Emmerting Burgkirchen an der Alz Kastl (Oberbayern) Haiming (Oberbayern) Mehring (Oberbayern) Marktl Neuötting Altötting Feichten an der Alz Winhöring Tüßling Töging am Inn Teising Pleiskirchen Garching an der Alz Unterneukirchen Tyrlaching Stammham (am Inn) Reischach Perach Kirchweidach Halsbach Erlbach (Oberbayern) Landkreis Rottal-Inn Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Traunstein ÖsterreichKarte
Über dieses Bild

Die alte Herzogsstadt Burghausen ist die größte Stadt im oberbayerischen Landkreis Altötting. Sie liegt an der Salzach, die hier die Grenze zu Österreich bildet. Auf einem Höhenzug über der Altstadt erstreckt sich die Burg zu Burghausen, die mit 1051 Metern Länge die längste Burganlage der Welt ist.[2]

Geographie[Bearbeiten]

Burghausen liegt auf einer Meereshöhe von rund 360 m ü. NN an der Salzach bis 480 m ü. NN an der Kümmernis-Kapelle.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Gliederung des Stadtgebiets[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Burghausen hat 33 amtlich benannte Gemeindeteile[3]:

Geschichte[Bearbeiten]

Blick auf Burghausen von Süden, Lithographie von 1862
Burghausens Altstadt bei Nacht
Hauptburg und südliche Altstadt (2007)
Hauptburg, vom 2. Burghof
Der Stadtplatz von Burghausen, Westseite, im Hintergrund Teile der Burg (2009)

Das Stadtbild Burghausens ist heute im Wesentlichen durch zwei entscheidende Entwicklungsphasen geprägt: zum einen durch die Bedeutung als Residenzstadt im Spätmittelalter, zum anderen durch die zu Beginn des 20. Jahrhunderts einsetzende Industrialisierung der Stadt als Teil des Bayerischen Chemiedreiecks. Die Burg zu Burghausen und die mittelalterliche Altstadt sind in großen Teilen erhalten, und in Richtung Norden und Westen haben sich seit den 1910er Jahren moderne Industrie-, Gewerbe- und Wohngebiete als Neustadt auf ehemals land- und forstwirtschaftlich genutzten Flächen ausgebreitet.

Ein genaues Gründungsdatum Burghausens gibt es nicht, offenbar ist der Ort schon seit Jahrtausenden besiedelt. Grabungen in vergangenen Jahren, besonders von 2002 bis 2004 auf dem Gelände der Burg, brachten eine Reihe von Relikten aus der Bronze- und Eisenzeit zu Tage. Schon früher wurden keltische Fibelteile und römische Münzen aus mehreren Jahrhunderten entdeckt. Zwischen dem 6. und 8. Jahrhundert bestand am Flussufer der Salzach unterhalb der Burg, im Bereich der heutigen Altstadt, wahrscheinlich eine kleine Siedlung als Zollstätte.

Aus dem Jahr 1025 stammt die älteste bis heute überlieferte Erwähnung Burghausens in schriftlicher Form. In diesem Jahr wurde die Stadt in einer Urkunde als Reichsgut genannt, als der römisch-deutsche König und spätere Kaiser Konrad II. die Grafen von Burghausen zur Verwaltung des Fiskalgutes einsetzte. Mit dem Tod Gebhards II. starb dieses Adelsgeschlecht im Jahr 1168 aus und Herzog Heinrich der Löwe aus dem Adelsgeschlecht der Welfen, der zu diesem Zeitpunkt als Heinrich III. Herzog von Sachsen und als Heinrich XII. zugleich Herzog von Bayern war, nahm die Stadt für wenige Jahre in seinen Besitz.

Nach der Entmachtung Heinrichs des Löwen 1180 ging die schon stadtähnliche Siedlung für am Ende mehr als 700 Jahre in den Herrschaftsbereich der Wittelsbacher über. Die Verleihung der Stadtrechte wird auf einen Zeitpunkt kurz nach 1180 vermutet, ist aber nicht durch Quellen belegbar. Ab 1255, nach der ersten Teilung Bayerns, nahm Burghausen einen politischen und wirtschaftlichen Aufschwung als zweite Residenz der niederbayerischen Herzöge. Die wichtigste Einnahmequelle war der Handel mit Salz aus Hallein, das in Burghausen angelandet, verzollt und dann auf dem Landweg weiter transportiert wurde. Anlegestelle war das heute als Seminar- und Veranstaltungsgebäude genutzte Mautnerschloss.

Im Jahr 1307 wurde das bestehende präurbane Recht der mittelalterlichen Kommune als Stadtrecht kodifiziert.[4] In der 1. Hälfte des 14. Jh. verlieh Kaiser Ludwig der Bayer der Stadt mehrere wichtige Privilegien. Ende des 14. Jahrhunderts dann wurde Burghausen Verwaltungsmittelpunkt, zunächst als Vitztum. Besonders unter den drei letzten niederbayerischen Herzögen Heinrich, Ludwig und Georg, genannt die Reichen, erlebte Burghausen zwischen 1393 und 1503 eine Blüte- und Glanzzeit, die das Stadtbild bis heute prägt. Nach dem Landshuter Erbfolgekrieg erhielt Burghausen 1507 eines der vier Rentämter und damit Hauptstadtstatus im neu geordneten Bayern.

Einen erheblichen Einschnitt für die Stadt bedeutete der Verlust der Einnahmen aus dem Salzhandel durch die Errichtung des herzoglichen Salzmonopols im Jahr 1594. Im Wesentlichen dadurch bedingt erlebte Burghausen einen mehr als 300 Jahre anhaltenden administrativen und wirtschaftlichen Bedeutungsverlust. Die vielen kriegerischen Auseinandersetzungen der folgenden Jahrhunderte wie etwa der Dreißigjährige Krieg (1618–1648), eine Reihe von Erbfolgekriegen (1701–1714 und 1740–1745) und die Napoleonischen Kriege (1792–1815) brachten große Not auch über Burghausen und seine Umgebung. Bereits im Jahr 1763 war Burghausen im Zusammenhang mit der Vielzahl von kriegerischen Auseinandersetzungen zur Garnison ernannt worden.

Als Resultat des Bayerischen Erbfolgekriegs von 1778/79 und dem anschließenden Frieden von Teschen wurden dem Herzogtum Österreich von Passau im Norden bis Salzburg im Süden alle Gebiete östlich der Salzach und des Inns zugesprochen. Mit dem Verlust des Innviertels wurde Burghausen zur Grenzstadt und verlor damit auch sein wirtschaftliches Hinterland. Die Reformen des bayerischen Ministers Maximilian von Montgelas führten 1802 zur Auflösung der Regierung, 1807 wurde der Titel Hauptstadt aberkannt. 1891 zog die Garnison aus Burghausen ab, und auch die Flussschifffahrt wurde bis zum Ende des 19. Jahrhunderts endgültig eingestellt, weil sie nicht mehr rentabel war.

Burg, Ansicht von Burghausen

Um 1900 war Burghausen eine Kleinstadt mit etwa 2.500 Einwohnern. Mit der Anbindung an das Schienennetz im Jahr 1897 und der Niederlassung der „Dr. Alexander Wacker Gesellschaft für elektrochemische Industrie K.G.“ (1915), heute Wacker-Chemie AG, setzte dann ein erneuter wirtschaftlicher Aufschwung ein. Ausgehend von Arbeitersiedlungen in der Nähe der Industrieanlagen (in der Wackerstraße, heute unter Denkmalschutz) entstand in den folgenden Jahrzehnten die Neustadt, während Altstadt und Burg in großen Teilen erhalten blieben. Im Jahr 1966 errichtete die damalige Deutsche Marathon in unmittelbarer Nachbarschaft zur Wacker-Chemie eine neue Raffinerie mit direktem Anschluss an die Transalpine Ölleitung. Heute ist die Raffinerie Teil des Konzerns OMV. Die Altstadt wurde ab Ende der 1960er Jahre saniert und durch den Bau des Hochwasserschutzdammes und der Uferstraße (1969/71) vor den jährlichen Hochwassern der Salzach gesichert. Zwar wurden im Rahmen dieser Maßnahmen eine Reihe von erhaltenswerten Gebäuden abgerissen (z. B. Pferdestall und Bad beim Mautnerschloss, Lohnerbräu, mehrere Wohnhäuser u.s.w.), grundsätzlich aber hatte sich der Sanierungsgedanke gegen die Idee eines großflächigen Abrisses der Altstadt im Burghauser Stadtrat knapp durchgesetzt. Die Einwohnerzahl Burghausens stieg von etwa 2.500 (1910) über 5.000 (1946) bis auf über 18.000 am Ende des 20. Jahrhunderts.

Burghausen entwickelte sich bis zum Ende des 20. Jahrhunderts grenzüberschreitend zum kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum der Region. Der relative Reichtum der Stadt, vor allem bedingt durch die ansässige Industrie, führte ab den 1960er Jahren zu einer Zunahme auch überregional beachteter kultureller Institutionen. Die jährlich stattfindende Internationale Jazzwoche Burghausen etwa bringt seit Ende der 1960er Jahre internationale Jazzgrößen in die Stadt; der Walk of Fame in der Altstadt erinnert an besondere Höhepunkte des Jazzfestivals. Seit 1995 existiert in Burghausen die Athanor Akademie für Darstellende Kunst mit Hauptsitz auf der Burg. Die Landesgartenschau 2004 lockte fast eine Million Besucher nach Burghausen. 2012 fand gemeinsam mit Oberösterreich die Bayerische Landesausstellung sowohl im Kloster Ranshofen bei Braunau am Inn und im Schloss Mattighofen, beide in Oberösterreich, auch in der Burg Burghausen statt.[5]

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister und Stadtrat[Bearbeiten]

Liste der hauptamtlichen Bürgermeister seit 1930 (vor 1930 waren ehrenamtliche Bürgermeister tätig):

Der Stadtrat setzt sich aus dem 1. Bürgermeister und 24 Stadträten zusammen. An der Stadtratswahl im März 2008 nahmen von 14.145 Stimmberechtigten 8.727 an der Wahl teil, das entspricht einer Wahlbeteiligung von 61,7 %. Dabei kam es zu folgendem Ergebnis:

Partei / politische Gruppierung Stimmen in % Sitze
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) 49,8 % 12
Christlich-Soziale Union (CSU) 31,9 % 8
Freie Wähler Burghausen (UWB) 7,6 % 2
Bündnis 90/Die Grünen (GRÜNE) 5,6 % 1
Freie Demokratische Partei (FDP) 5,2 % 1

Wappen[Bearbeiten]

Wappenbeschreibung: In Rot auf grünem Dreiberg eine silberne Burg mit geöffnetem goldenen Tor. Drei Türme, von denen der mittlere höher und breiter ist; die Dächer sind golden.[6]

Die Stadt Burghausen führt seit 1290 ein eigenes Siegel, das jedoch nur als Nachzeichnung überliefert ist.[7] Das zweite Siegel aus dem Jahr 1324 zeigt bereits eine Burg. Im Jahr 1416 taucht erstmals der kleine Hügel auf. Die Darstellung der Burg änderte später ihren mittelalterlichen Charakter. Die heutige Tingierung mit goldenen Dächern ist seit 1605 (Wappenbuch von Johann Siebmacher) überliefert.[8] Abweichend von dieser geschichtlichen Überlieferung erscheinen die Dächer bei Otto Hupp (1912) und ihm folgend bei Klemens Stadler (1964) in Blau, das Burghauser Stadtwappen wurde entsprechend geführt. 1977 kehrt man zur Tingierung mit goldenen Dächern zurück, die auf der ältesten Wappenbeschreibung basiert und damit heraldisch maßgeblich ist.

Burghausen (rechts außen) in den 1930er-Jahren (Aufnahmeblatt der 3. österreichischen Landesaufnahme)

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Bislang hat Burghausen mit vier Städten eine Partnerschaft vereinbart:

Darüber hinaus bestehen Städtefreundschaften mit Schwechat (Niederösterreich) und Minakuchi (Japan).

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Burg zu Burghausen auf einer Briefmarke der Deutschen Post (2006)
Stadtsaal am Stadtplatz

Burghausen ist einer der wichtigsten Standorte des Bayerischen Chemiedreiecks und eine von 13 sogenannten leistungsfähigen kreisangehörigen Gemeinden in Bayern.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Blaue Route, die Bundesstraße 20 (StraubingBerchtesgaden), führt durch das Stadtgebiet von Burghausen. Die B 20 verbindet die Stadt auch mit der Bundesstraße 12 (MünchenPassau) bzw. der im Bau befindlichen Bundesautobahn 94.

Ein Endbahnhof der Bahnstrecke Mühldorf–Burghausen bindet die Stadt an den Eisenbahnverkehr an. Im Stadtteil Lindach befand sich ein weiterer Haltepunkt, dieser wird aber nicht mehr bedient.

Das im Bau befindliche Güterverkehrszentrum Burghausen soll im Frühjahr 2014 in Betrieb genommen werden.[veraltet]

Ansässige Unternehmen (Auswahl)[Bearbeiten]

Ausbildung[Bearbeiten]

Medien[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In den Grüben, heute mit dem „Walk of Fame“
Das historisierende Schild am Rathaus

Filme[Bearbeiten]

Die Burghauser Burg wird als Kulisse für Filmproduktionen genutzt, so in Beyond the Limits, Der Goldene Nazivampir von Absam 2,1½ Ritter – Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde, Die drei Musketiere (2011), Wickie auf großer Fahrt und Baron Münchhausen (2012).

Theater[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

  • Stadtmuseum (in der Hauptburg)
  • Burgmuseum der Bayerischen Schlösserverwaltung (in der Hauptburg)
  • Bayerische Staatsgalerie in der Hauptburg Burghausen
  • Foltermuseum (auf der Burg)
  • Haus der Fotografie – Dr.-Robert-Gerlich-Museum (auf der Burg)
  • Historische Hammerschmiede (Tittmoniger Straße)

Bauwerke[Bearbeiten]

Schutzengelkirche, Altar

Das historische Zentrum ist im „Inn-Salzach-Stil“ erbaut.

Ursprünglich eine Kirche des Instituts der Englischen Fräulein. 1683 Ordensniederlassung. 1731 Neubau durch J.M. Pöllner aus Trostberg mit einer dreiteiligen spätbarocken Fassade. 1746 Einweihung der Kirche. Die Kirche enthält Fresken von Warathy, Figuren von J.J. Schnabl und eine Schutzengelgruppe über dem Eingang von J.G. Lindt. Die ursprüngliche Ausstattung wurde 1988–1989 restauriert.[9]

KZ-Friedhof[Bearbeiten]

Auf dem KZ-Friedhof des Ortsteils Heiligkreuz ruhen in einer Grabanlage 253 unbekannte, darunter zahlreiche jüdische KZ-Opfer aus dem KZ Mettenheim bei Mühldorf am Inn, die auf Befehl der US-Militärregierung 1945 begraben wurden. Ein Gedenkstein erinnert an dieses Geschehen.[10]

Parks[Bearbeiten]

Im Jahr 2004 fand vom 23. April bis zum 3. Oktober in Burghausen die Bayerische Landesgartenschau statt. Seit dieser Zeit können die Burghauser und ihre Gäste im Herzen der Neustadt den Stadtpark genießen.

Geotope[Bearbeiten]

  • Salzachprallhang in Burghausen; beeindruckende Steilwand mit Nagelfluhüberhängen oben und tertiären Schottern unten; geowissenschaftlicher Wert "bedeutend" [11]
  • Kreuzfelsen Burghausen; vom obigen Salzachprallhang abgerutscht, sagenumwoben, mit einem Kreuz; geowissenschaftlicher Wert "bedeutend" [12]
  • Kalktuff-Hang am Salzachufer bei Burghausen; geowissenschaftlicher Wert "bedeutend" [13]
  • Salzachleite bei Raitenhaslach; Aufschlüsse von Braunkohle und Sandsteinbänke aus der Oberen Süßwassermolasse; geowissenschaftlicher Wert "bedeutend" [14]
  • Nagelfluhfelsen bei Unterhadermark; von der ehemaligen Nagelfluhdecke abgerutscht, derzeit völlig verwachsen; geowissenschaftlicher Wert "bedeutend" [15]

Musik[Bearbeiten]

In Burghausen findet ein reichhaltiges Musikleben statt. Überregional bekannt sind die Veranstaltungen der IG Jazz Burghausen, die Internationale Jazzwoche Burghausen und die Jazzsommernacht. Regelmäßig finden die Burghauser Meisterkonzerte statt, eine klassische Konzertreihe. Unter anderem das Burghauser Kammerorchester[16] und die Chorgemeinschaft Burghausen veranstalten eigene Konzerte.

Sport[Bearbeiten]

Burghausen ist die Heimat des Fußball-Vereins Wacker Burghausen, der nach dem Abstieg aus der 3. Liga in der Saison 2014 / 15 in der Regionalliga spielt.

Der Golfclub Altötting – Burghausen e. V. verfügt über einen 18-Loch-Platz in Piesing und einen 9-Loch-Platz in Marktl/Inn.

  • TV 1868 Burghausen
  • DJK-SV Raitenhaslach
  • Golfclub Altötting – Burghausen e. V.
  • DAV Deutscher Alpenverein Sektion Burghausen

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Internationale Jazzwoche Burghausen: Die jährlich im März stattfindende Jazzwoche ist seit Jahrzehnten im kulturellen Repertoire der Stadt Burghausen zu finden. Während diesem Festival wird die Stadt von hunderten von Jazzfans aufgesucht, die die meist hochkarätig besetzten Konzerte besuchen. Jeder Jazz-Star hinterlässt seinen Namen in der sogenannten Street of Fame.
  • Kultur im Zelt: Alle zwei Jahre findet das Kultur im Zelt-Festival statt, zu dem zahlreiche Künstler – lokale wie überregionale – eingeladen werden. Veranstaltungsort ist das Bergerhofgelände am Pulverturm.
  • Maiwies’n: jährlich im Mai stattfindendes Volksfest
  • Historisches Burgfest: Jedes Jahr im Juli findet das historische Burgfest statt, ursprünglich als Rentamtsfest bezeichnet
  • Internationaler Konzertzyklus an der Rieger-Orgel der Stadtpfarrkirche St. Jakob
  • Internationale Fotografieausstellungen und -wettbewerbe der vhs-Fotogruppe
  • Chemie-Diamant Burghausen: Die Bedeutung als Wirtschaftsstandort unterstreicht der „Burghausen Chemistry Award“, ein Preis von der Stadt Burghausen als wirtschaftliches Zentrum des Bayerischen Chemiedreiecks in Kooperation mit der Technischen Universität München, der im regelmäßigen Turnus für außergewöhnliche Forschungsergebnisse in der Chemie verliehen wird.
  • Der jährlich stattfindende Perchtenlauf in Burghausen (mit rund 800 Perchten) ist der größte Perchtenlauf der Inn-Salzach Region.
  • Salzachbrückenlauf: Benefizlauf über 2 Strecken und einer Walkingstrecke nach Österreich und zurück. Die Veranstaltung wird seit 2001 ununterbrochen durchgeführt mit ständig wachsender Beteiligung.
  • Wassersporttag am Wöhrsee: Jedes Jahr am 3. Samstag im Juni findet am Wöhrsee der Wassersporttag statt, an dem man viele Wassersportarten probieren kann.

Landesausstellung 2012[Bearbeiten]

Von 27. April bis 4. November fand eine gemeinsame Landesausstellung des Freistaates Bayern und des Landes Oberösterreich unter dem Motto »Verbündet Verfeindet Verschwägert: Bayern und Österreich im Mittelalter« statt. Die Ausstellung befasste sich mit der wechselvollen Geschichte des Verhältnisses beider Länder, unter anderem auch mit den Adelsgeschlechtern der Habsburger und der Wittelsbacher. Die Veranstaltungsorte auf österreichischer Seite sind Braunau/Ranshofen und Mattighofen, die Hauptausstellung in Burghausen befand sich auf der Burg.

Tourismus[Bearbeiten]

Burghausen ist Teil der grenzübergreifenden Tourismusregion Seelentium, die im Dreiländereck Bayern – OberösterreichSalzburg auf nachhaltigen Tourismus setzt. Speziell im Rad- und Wandertourismus werden wichtige Initiativen gesetzt. 2010 wurde Seelentium ins Netzwerk der European Destinations of Excellence aufgenommen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Panorama[Bearbeiten]

180-Grad-Panorama der Altstadt Burghausen (von der österreichischen Seite gesehen)
Panorama der Burg zu Burghausen (Blick von Osten)
Panoramablick auf die Burg von Westen

Literatur[Bearbeiten]

  • Josef Pfennigmann: Burghausen an der Salzach. In: Unbekanntes Bayern. Burgen – Schlösser – Residenzen. Süddeutscher Verlag, München 1960, Nachdruck 1975/1976, ISBN 3-7991-5839-1.
  • Johann Georg Bonifaz Huber: Geschichte der Stadt Burghausen in Oberbayern. Lutzenberger, Burghausen 1862 (Digitalisat)
  • Heinz Stoob, Wilfried Ehbrecht, Jürgen Lafrenz und Peter Johannek: Acta Collegii Historiae Urbanae Societatis Historicorum Internationalis, Serie C, Deutscher Städteatlas, Band II, 1. Teilband, im Auftrag des Kuratoriums für vergleichende Städtegeschichte e. V. und mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft, hrsg. von . Stadtmappe Burghausen, Dortmund-Altenbeken, 1979, ISBN 3-89115-312-0
  • Johann Dorner: Herzogin Hedwig und ihr Hofstaat, Burghauser Geschichtsblätter 53. Folge, 2002, ISBN 3-9809426-1-9
  • Alois Buchleitner; Burghausen – Burg, Altstadt, Neustadt, Raitenhaslach, Herausgegeben vom Heimatverein Burghausen 2004

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Burghausen hat die längste Burg der Welt. In: Die Welt Online vom 29. August 2009.
  3. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111127/224956&attr=OBJ&val=123
  4. Heinrich Gottfried Gengler: Regesten und Urkunden zur Verfassungs- und Rechtsgeschichte der deutschen Städte im Mittelalter, Erlangen 1863, S. 449–454.
  5. Mein liebster Feind und Bruder in: FAZ vom 25. Mai 2012, Seite 33
  6. Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst. Bayerns Gemeinden: Stadt Burghausen
  7. Datei:Burghausen, Wappen und Siegel.jpg
  8. Ralf Hartemink, International Civic Heraldry
  9. Informationstafel des Heimatvereins an der Kirche sowie Kurzführer Die Altstadt der Burghauser Touristik GmbH, Ausg. 2010
  10. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 120f.
  11. [1]
  12. [2]
  13. [3]
  14. [4]
  15. [5]
  16. Burghauser Kammerorchester

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Burghausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Burghausen – Reiseführer