Hochburg-Ach

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Hochburg-Ach
Wappen von Hochburg-Ach
Hochburg-Ach (Österreich)
Hochburg-Ach
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Braunau am Inn
Kfz-Kennzeichen: BR
Hauptort: Hochburg
Fläche: 40,09 km²
Koordinaten: 48° 8′ N, 12° 53′ O48.13055555555612.877777777778462Koordinaten: 48° 7′ 50″ N, 12° 52′ 40″ O
Höhe: 462 m ü. A.
Einwohner: 3.104 (1. Jän. 2013)
Bevölkerungsdichte: 77 Einw. pro km²
Postleitzahl: 5122
Vorwahl: 07727
Gemeindekennziffer: 4 04 14
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Athalerstraße 3
5122 Hochburg-Ach
Website: www.hochburg-ach.at
Politik
Bürgermeister: Johann Reschenhofer (ÖVP)
Gemeinderat: (2009)
(25 Mitglieder)
12 ÖVP, 4 SPÖ, 3 FPÖ, 6 PRO-demokratische Initiative für Hochburg und Ach
Lage der Gemeinde Hochburg-Ach im Bezirk Braunau am Inn
Altheim Aspach Auerbach Braunau am Inn Burgkirchen Eggelsberg Feldkirchen bei Mattighofen Franking Geretsberg Gilgenberg am Weilhart Haigermoos Handenberg Helpfau-Uttendorf Hochburg-Ach Höhnhart Jeging Kirchberg bei Mattighofen Lengau Lochen am See Maria Schmolln Mattighofen Mauerkirchen Mining Moosbach Moosdorf Munderfing Neukirchen an der Enknach Ostermiething Palting Perwang am Grabensee Pfaffstätt Pischelsdorf am Engelbach Polling im Innkreis Roßbach St. Georgen am Fillmannsbach St. Johann am Walde St. Pantaleon (Oberösterreich) St. Peter am Hart St. Radegund St. Veit im Innkreis Schalchen Schwand im Innkreis Tarsdorf Treubach Überackern Weng im Innkreis OberösterreichLage der Gemeinde Hochburg-Ach im Bezirk Braunau am Inn (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Hochburg-Ach ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Braunau am Inn im Innviertel mit 3104 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2013). Der zuständige Gerichtsbezirk ist der Gerichtsbezirk Mattighofen, bis 2004 gehörte die Gemeinde zum Gerichtsbezirk Wildshut.

Geografie[Bearbeiten]

Hochburg-Ach liegt auf 462 m Höhe im Innviertel direkt gegenüber der bayerischen Stadt Burghausen. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 8,8 km, von West nach Ost 8,4 km. Die Gesamtfläche beträgt 40 km². 41,8 % der Fläche sind bewaldet, 52,3 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 24 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Ach (64)
  • Barsdorf (34)
  • Dorfen (132)
  • Duttendorf (768)
  • Endt (41)
  • Geretsdorf (39)
  • Grund (20)
  • Grünhilling (59)
  • Hochburg (139)
  • Holzgassen (318)
  • Kälbermoos (38)
  • Kreil (95)
  • Lindach (76)
  • Mitterndorf (201)
  • Oberkriebach (256)
  • Reisach (42)
  • Reith (28)
  • Sengstatt (92)
  • Staudach (25)
  • Thann (20)
  • Unterkriebach (32)
  • Unterweitzberg (86)
  • Wanghausen (487)
  • Weng (0)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Ach, Hochburg, Oberkriebach und Unterkriebach.

Wappen[Bearbeiten]

Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: In Gold über gewelltem, blauem Schildfuß ein roter, achtstrahliger Stern. Die Gemeindefarben sind Gelb-Blau.

Geschichte[Bearbeiten]

Hochburg-Ach liegt im Bereich der günz- / mindel- eiszeitlichen Endmoräne des Salzachgletschers, östlich der Salzach, die dort seit der letzten Eiszeit ein ca. 60 m tiefes Flussbett eingegraben hat; westlich liegt die bayerische Stadt Burghausen. Der bairische Ort Hochburg gehörte innerhalb des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation lange Zeit zum Herzogtum Bayern. Das Halleiner Salz spielte in der Geschichte eine große Rolle. 500 bis 600 Schiffer waren von März bis Oktober damit beschäftigt das Salz flussabwärts zu verfrachten. Auf der Rückfahrt brachten sie Getreide oder Wein ins Land. Nach dem Frieden von Teschen 1779 kam die Gemeinde zusammen mit dem Innviertel (damals 'Innbaiern') zum Erzherzogtum Österreich. Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz zu Bayern, gehörte der Ort ab 1814 zu Oberösterreich im Kaiserreich Österreich. Nach dem Untergang der Habsburger Monarchie, der Gründung von Deutschösterreich und dem Anschluss der Republik Österreich an das Deutsche Reich der Hitler-Diktatur am 13. März 1938, gehörte der Ort zum "Gau Oberdonau"; nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Untergang des Reiches zur wiederbegründeten Republik Österreich.

In Hochburg-Ach lebte bis 1941 die Sinti-Familie Kerndlbacher, von denen nur drei Familienmitglieder ihre Verschleppung in ein Konzentrationslager überlebte. (Frau Rosa Winter-Kerndlbachers lebte bis 2005 in Enns.) Im Jahr 2004 errichtete der Metallbildhauer Peter Lechner auf dem Grundbesitz von Erich Esterbauer ein Denkmal, das an das damalige Geschehen erinnern soll. Am 12. August 2006 wurde von Gunter Demnig für Johann Kerndlbacher ein so genannter Stolperstein verlegt. Die Verlegung wird im Film Stolperstein von Dörte Franke gezeigt.

Unterweitzberg[Bearbeiten]

Unterweitzberg ist ein Ortsteil mit 87 Einwohnern (Stand 2001). Es ist ein Rodungsgebiet und erstreckt sich am Westrand des Weilhartforstes, südöstlich an Hochburg anschließend. In alten Belegen von 1287 scheint die Ortsbezeichnung „Webersperch“, der Berg der Weber auf. Später dann „Waizberg“ und in weiterer Folge „Unterweitzberg“. Häusernamen beziehen sich auf das Gewerbe „Webergorisölde“ und die Kargheit des Bodens, „Steinpointsölde“, „Ranshofersölde“ von mittelhochdeutsch rans, ran schmal, schmächtig, dürr.

Am 25. November 1787 wurde in Unterweitzberg 9 der Komponist des Weihnachtsliedes Stille Nacht, heilige Nacht, Franz Xaver Gruber, geboren. Anlässlich der gemeinsamen Landesausstellung von Bayern und Oberösterreich wird am 3. Juni 2012 von der Franz Xaver Gruber Gemeinschaft der Franz-Xaver-Gruber-Friedensweg feierlich eröffnet, der vom Land Oberösterreich, dem Bezirk Braunau am Inn, der deutschen Nachbarstadt Burghausen, der Gemeinde Hochburg-Ach sowie zahlreichen privaten Sponsoren gefördert wird und darauf hinweisen soll, dass hier der Komponist des weltbekannten Friedens- und Weihnachtsliedes Stille Nacht zur Welt kam. Der Künstler Hubert Flörl hat dafür eine Serie von Skulpturen entworfen.

Duttendorf[Bearbeiten]

Ortschaft in der Gemeinde Hochburg-Ach, 742 Einwohner, Stand 2001. Der Ortsnamen dürfte vom Personennamen „Tuoto“ abgeleitet sein. Um 1313 „Dotendorf“,1508 „Tuetendorf“, 1514 „Tutendorf“. Im Jahr 1941 erwarb die Gemeinde Hochburg-Ach das Athalergut in Duttendorf. Nach dem Zweiten Weltkrieg stellte die Gemeinde auf dem Areal des Gutes zirka 200.000 m² günstige Baugründe zur Verfügung. Viele Flüchtlinge aus Jugoslawien, Donauschwaben aber auch Gemeindebürger nützten dieses günstige Angebot und konnten sich ein Eigenheim schaffen. Das Baugeschehen konzentrierte sich ab 1950 in der „Athalerasiedlung“.

Die Arbeitsmöglichkeit im benachbarten Burghausen, Wacker, OMV, (früher Marathon), hat auch Siedler aus der Umgebung angezogen. Es entstand ein Gemeindezentrum mit mehr als 200 Wohnungen. Im Siedlungsgebiet befinden sich das Gemeindeamt, die Polizei, das Postamt, zwei Ärzte, die Hauptschule, der Kindergarten, ein Bankinstitut, ein katholisches Pfarrheim, die evangelische Gnadenkapelle sowie Geschäfte für die Nahversorgung und das Naturfreundehaus. In den Gebäuden des Gutes und auf den anschließenden Grundflächen wurden der Gemeindebauhof und das Altstoffzentrum untergebracht. Für die sportliche Tätigkeit wurden ein Fußballplatz, ein Faustballplatz sowie ein Sportlerheim errichtet. Im Jahr 2007 wurde das Gebäude für betreubares Wohnen mit 15 Wohneinheiten fertiggestellt.

Kirche Hochburg mit Skulpturen

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Hochburg-Ach

Hochburg-Ach gehört zur Tourismusregion Seelentium und liegt genau gegenüber der bayerischen Stadt Burghausen, wobei man von Hochburg-Ach, zum Beispiel vom Aussichtspunkt im Ortsteil Duttendorf, den besten Ausblick auf deren Burganlage genießt.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind:

  • Franz-Xaver-Gruber-Gedenkhaus und Museum
  • Friedensweg mit Skulpturen des Künstlers Martin Flörl
  • Gruber-Orgel in der Kirche Hochburg
  • Rosenarten im Garten des Schlosses Wanghausen
  • Themengärten entlang der Salzach

Hochburg-Ach ist auch Start und Zielpunkt der Radwanderweg-Etappen nach Passau und Salzburg entlang dem Inn und der Salzach sowie für Radtouren im und um den Weilhartsforst.

Politik[Bearbeiten]

Am 5. Dezember 2010 waren nach dem vorzeitigen Rücktritt des Bürgermeisters Karl Lugmayr die letzten Bürgermeisterwahlen, bei denen sich Johann Reschenhofer mit 67,78 % gegen die beiden anderen Kandidaten Heinrich Taitl (20,56 %) und Otto Wengler (11,67 %) durchsetzte.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 3.105 Einwohner, 2001 dann 2.982 Einwohner.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter[Bearbeiten]

Personen mit Bezug zur Gemeinde[Bearbeiten]

  • David Baum (* 8. Juli 1973), deutscher Journalist und Autor für Publikationen wie Park Avenue, SZ-Magazin, Max etc., in Burghausen, Bayern, geboren und in Hochburg-Ach aufgewachsen.
  • Stefan Esterbauer (* 1978), österreichischer Bildhauer, im bayrischen Burghausen geboren, lebt und arbeitet in Hochburg-Ach.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hochburg-Ach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien