Azougui

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Azougui ist eine Oasensiedlung und eine Ruinenstadt in Mauretanien, die im 11. Jahrhundert das Hauptquartier der Almoraviden war. Die Mauerreste der ehemaligen Stadt liegen in einer Oase 15 Kilometer nordwestlich von Atar auf dem Adrar-Plateau.

Von hier aus attackierten die islamisierten Berber-Nomaden der Sanhadscha das schwarzafrikanische Reich von Ghana im Süden und berberische und arabische Reiche in Marokko und Spanien. Wie Funde von Steinwerkzeugen beweisen, gab es an dieser Stelle bereits zuvor Siedlungen.

Später blieb der Ort eine Station auf der Karawanenroute vom Norden in die Sudanregion. Geringe Teile der alten Zitadelle und der Nekropolis stehen noch. Das heutige kleine Dorf liegt inmitten des Dattelpalmenhains. Während der Dattelernte in der heißen Sommerzeit füllt sich der Ort mit Familien aus den Städten, die zur Ernte anreisen und zugleich ihren Urlaub verbringen. Sie wohnen in Hütten (Tikkits) oder in Zelten (Khaimas).

Weblinks[Bearbeiten]

20.405172222222-13.111138888889Koordinaten: 20° 24′ N, 13° 7′ W