Berber

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Berber (Begriffsklärung) aufgeführt.

Die Berber (Eigenbezeichnung in berberisch: ⵉⵎⴰⵣⵉⵖⴻⵏ / Imaziɣen, Schreibvarianten von Amazigh, Pl. Imazighen) sind die ursprüngliche Ethnie und aktuelle Bewohner der nordafrikanischen Länder von Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen, Mauretanien, im östlichen Mali, nördlichen Niger und der ägyptischen Oase Siwa. Es gibt etwa 18 Millionen ethnische Berber, aber nur etwa 10 Millionen sprechen Tamazight/Berberisch. Andere Berber haben ihre Ursprache im Laufe der Jahrhunderte verloren und sprechen nun Maghreb-arabische Dialekte.

Name und Herkunft[Bearbeiten]

Fantasia: Das folkloristische Reiterspiel basiert auf der früheren Kriegsführung der Berber.

Ob der Name Berber aus dem Arabischen stammt (vom Plural Barābira) oder sich vom griechischen Wort bárbaros ableitet, ist umstritten. Heute bezeichnen sich einige Berber, insbesondere in Marokko, als imazighen ‚Freie‘, um sich in einer eigenen, in ihrer Muttersprache gefassten Volksgruppenbezeichnung wiederzufinden. Üblicherweise benutzen die Berbervölker aber die Namen der einzelnen Volksstämme (zum Beispiel Rifkabylen oder Tuareg).[1]

Über die Herkunft der Berber oder Imazighen ist kaum etwas bekannt; die Berber sind die Altschichtbevölkerung (→indigenes Volk) Nordafrikas.

Geschichte[Bearbeiten]

Antike[Bearbeiten]

Zeugnisse über die Berber waren schon im Alten Ägypten (als Lebu, Tehenu, Temehu, Meschwesch)[2] sowie in griechischen und römischen Quellen bekannt. Bereits auf saharanischer Felsenkunst sind frühe Einwohner der Gegend zu finden. Als ihre Vorgänger gelten die Numider, Garamanten und Libyer. Der griechische Geschichtsschreiber Herodot erwähnte sie in seinen Historien.

Berbervölker wurden zuerst in Schriften der Ägypter während der Prädynastik genannt. Während des Neuen Reiches kämpften die Ägypter an der Westgrenze gegen die Meschwesch (Ma) und die Libu. Etwa ab 945 v. Chr. wurden die Ägypter durch das Berbervolk der Meschwesch beherrscht, welche die 22. Dynastie unter Scheschonq I. begründeten. Mit ihr begann eine lange Zeit der Berberherrschaft in Ägypten, in der die Berber die Hauptbevölkerung in der westlichen Wüste stellten. Noch die byzantinischen Chronisten beschwerten sich oft über die Imazighen, die dort die abseits gelegenen Klöster überfielen.

Viele Jahrhunderte lang bewohnten die Berber die Küste Nordafrikas von Ägypten bis zum Atlantischen Ozean. Währenddessen erlebten die Küstenregionen Nordafrikas eine lange Reihe von Eroberern, Siedlern und Kolonisatoren: der Phönizier, die Karthago gründeten, Griechen (hauptsächlich in Kyrene), Römer, Vandalen, Alanen, Byzantiner. Die meisten dieser Invasoren prägten die heutigen Berber. Einflüsse aus dem Sudan, aus Schwarzafrika und Ostafrika prägten ebenfalls die Berber.

Die Phönizier drangen, gemäß ihrer Seehandelskultur, niemals über die Hafenstädte der Küste hinaus in das Landesinnere vor. Nur in römischer Zeit waren numidische und mauretanische Provinzen vollständig in das Römische Reich eingegliedert, wodurch dort wohnende Berber das römische Bürgerrecht erhielten. Nach 429 eroberten etwa 80.000 germanische Vandalen und Alanen Nordafrika und gründeten ein von Rom unabhängiges Reich mit Karthago als Hauptstadt. Die germanischen Familien vermischten sich mit der einheimischen Bevölkerung, bis nach der Vernichtung des Vandalenreiches (533/534) durch Belisar die meisten überlebenden Vandalen außer Landes gebracht wurden.

Bereits vor der Eroberung Nordafrikas durch die Araber gliederten sich die Berbervölker in drei Großgruppen[3]:

  1. die Luwāta im östlichen Maghreb in den Gebieten von Tripolitanien, der Kyrenaika, dem Djarid und dem Aurès-Gebirge. Zu ihnen gehörten die Hawwāra, die Aurīgh, die Nafzāwa und die Aurāba. Den Hawwāra, die die größte Gruppe bildeten, gehörten wiederum verschiedene Untergruppen an. Eine von ihnen waren die Misrāta in Tripolitanien, nach denen die heutige Stadt Misrata benannt ist.[4]
  2. die Sanhadscha im zentralen und westlichen Maghreb. Zu ihnen gehörten die Kutāma in der kleinen Kabylei, die Zawāwa in der großen Kabylei, die Ghumāra im Rif-Gebirge, die Masmuda an der Atlantikküste Marokkos, die Dschazūla im Hohen Atlas und die Lemta in Süd-Marokko.
  3. die Zanāta, die die algerische Küste zwischen der Kabylei und Cheliff besiedelten, aber auch an verschiedenen anderen Orten zwischen Tripolitanien und dem westlichen Maghreb lebten.

Frühislamische Zeit[Bearbeiten]

Die Islamisierung der Berber begann in den 660er Jahren mit den militärischen Operationen des mekkanischen Heerführers ʿUqba ibn Nāfiʿ in Tripolitanien. Den nach Westen vordringenden Arabern traten aber während der zweiten Fitna berberische Stämme aus dem Gebiet Nordostalgeriens unter Führung einer Frau entgegen, die in der muslimischen Geschichts-schreibung als die Kāhina („Priesterin“) bekannt geworden ist. Um das Jahr 698 unterstützten allerdings andere berberische Stämme den arabischen Feldherrn Hassān ibn Nuʿmān bei der Vertreibung der Byzantiner aus Karthago und den anderen Küstenfestungen Nordafrikas. Die Kāhina fiel im Kampf.

Berber spielten nun selbst eine führende Rolle in der islamischen Expansionbewegung. Tāriq ibn Ziyād, ein Berber, den der arabische Feldherr Mūsā ibn Nusair Anfang des 8. Jahrhunderts zum Gouverneur der neu eroberten Stadt Tingis (= Tanger) ernannt hatte, setzte im Frühjahr 711 in einer eigenmächtigen Aktion mit einer Armee von 7.000 ausschließlich berberischen Kämpfern nach Europa über und leitete damit die islamischer Eroberung der iberischen Halbinsel ein.

In der Folgezeit fanden die Lehren der sufritischen Charidschiten starken Zuspruch bei den Berbern. Um 739 gingen Berberstämme mit sufritischer Ausrichtung in der Region um Tanger unter ihrem Kalifen Maisara zum offenen Aufstand gegen die umaiyadische Herrschaft über. Sie nahmen Tanger ein und konnten in den folgenden drei Jahren ihre Rebellion in Richtung Osten bis nach Kairuan ausweiten. Weitere sufritische Führer aus Tlemcen und Beja schlossen sich mit ihren Berberstämmen dem Aufstand an, der 741 eine umaiyadische Armee in die Flucht schlug. Erst in der zweiten Hälfte der 740er Jahre gelang es ʿAbd ar-Rahmān ibn Habīb, einem in Ifrīqiya zu dieser Zeit unabhängig herrschenden Gouverneur der Umaiyaden, den Ansturm der sufritischen Berberstämme zu brechen.[5]

Politische Rolle im Mittelalter[Bearbeiten]

Führer der sufritischen Charidschiten gründeten 757 im Südosten des heutigen Staates Marokko die Stadt Sidschilmāsa und errichteten dort ein eigenes Imamat, das über zwei Jahrhunderte in der Hand der berberischen Familie der Midrāriden blieb, die die erste berberische Dynastie im islamischen Nordafrika bildete.

In anderen Gebieten unterstützten Berber die Herrschaftsansprüche echter oder angeblicher Prophetennachkommen. Im westlichen Maghreb riefen 789 Berberstämme den Hasaniden Idrīs ibn ʿAbdallāh zum Imam aus. Ende des 9. Jahrhundert gelang es dem ismailitischen Dāʿī Abū ʿAbdallāh asch-Schīʿī, die in der Kleinen Kabylei lebenden Kutāma-Berber für seine Lehre zu gewinnen. Sie wurden zur Hausmacht der Fatimiden, die im frühen 10. Jahrhundert das westliche Libyen, Tunesien, Ostalgerien und Sizilien eroberten. 934 wurde ein zweites Berbervolk in die Machtstrukturen eingebunden: die Sanhādscha des zentralen Algerien, deren Fürst Zīri sich eng an die Fatimiden anschloss. Als 973 der fatimidische Kalif al-Muʿizz Kairo zu seiner Residenz machte, folgten zahlreiche Kutāma-Berber ihrem Herrn nach Ägypten und überließen die Hegemonie über den Maghreb den Sanhādscha: als fatimidische Vizekönige zogen die Berberfürsten aus dem Clan der Zīriden in die verlassenen Paläste der Fatimiden bei Kairuan ein.

Um die Mitte des 11. Jahrhunderts trat Ibn Yāsīn, ein Angehöriger der Sanhādscha aus dem Sūs-Tal, der die Wallfahrt nach Mekka unternommen hatte, bei den nur oberflächlich islamisierten nomadisierenden Berberstämmen der Westsahara als Missionar auf. Ibn Yāsīn predigte bei ihnen einen strengen, puritanischen Islam, der auf die Rechtsschule des Mālik ibn Anas gestützt war, und formte aus ihren Reihen den Kampfverband der Murābitūn. Ziel seiner militärischen Islamisierungskampagnen waren nicht nur die nichtislamischen, sondern auch die nur oberflächlich islamisierten bzw. heterodoxen Berber, insbesondere die Bargawata in der marokkanischen Küstenebene südlich von Rabat, bei denen ein berberischer Prophet mit einem neuen Koran in berberischer Sprache aufgetreten war; im Kampf gegen sie fand Ibn Yāsīn 1059 auch den Tod. Ein Nachfolger konnte den Staat der Almoraviden rasch nach Norden ausdehnen und 1070 die Stadt Marrakesch zum neuen städtischen Zentrum des westlichen Maghreb machen. Unter Yūsuf ibn Tāschfīn (reg. 1072-1106), der neben Nordwestafrika auch fast ganz Andalusien unter seiner Herrschaft vereinigen konnte, erhielt der berberische Almoravidenstaat imperiale Dimension.

Im frühen 12. Jahrhundert durchzog der junge berberische Gelehrter Ibn Tūmart nach Studien in Cordoba, Mekka und dem Irak als Bußprediger den Maghreb. 1121 zog er sich in seine Heimat, den Anti-Atlas, zurück, wo er sich von seinen Anhängern als der Mahdi und unfehlbare Imam proklamieren ließ. Im Zentrum der Lehre Ibn Tūmarts stand das Dogma von der absoluten Einzigkeit Gottes (Tauhīd). Seine Anhänger nannten sich deshalb „Einzigkeitsbekenner“ (al-muwaḥḥidūn; daher ihr europäischer Name Almohaden) und setzten sich von der sunnitischen Lehre ab. Zwar scheiterte 1130 ein Angriff der Almohaden auf Marrakesch, bei dem Ibn Tūmart auch starb, doch gelang es seinem Nachfolger ʿAbd al-Muʾmin (1130-1163), die Almoraviden zu stürzen und eine neue Berber-Dynastie zu gründen, deren Herrschaftsgebiet ganz Andalusien und Nordwestafrika umfasste. Anfang des 13. Jahrhunderts lösten sich nacheinander verschiedene Territorien vom Almohadenreich. In mehreren von ihnen kamen wiederum berberische Dynastien zm Zuge: in Tunis die Hafsiden, in Tlemcen die Abdalwadiden und in Zentralmarokko die Meriniden.

Heutige Verbreitung[Bearbeiten]

Verbreitung der Tuareg (dunkelblau) und anderer Berber in Nordwest-Afrika

Berber sind vor allem im heutigen Marokko und Algerien anzutreffen, vereinzelte Gruppen auch in Tunesien und südlich davon in der Sahara. Ihre heutigen Bevölkerungszahlen sind schwer zu bestimmen, da durch die Vermischung mit der arabischen Bevölkerung und die Arabisierungsmaßnahmen der postkolonialen Zeit Kultur und Sprache der Berber zurückgedrängt wurden. Zahlreiche Berberstämme sprechen heute Arabisch. Der Anteil der Berber in Algerien beträgt 20 bis 30 % und etwa 70 % in Marokko.

Sprache[Bearbeiten]

→ Hauptartikel Berbersprachen

Dreisprachige Ortsschilder in Arabisch, Kabylisch (Tifinagh) und Französisch

Ein Teil der Bevölkerung Algeriens, Marokkos und Tunesiens ist berberischer Herkunft, aber seit dem 7. Jahrhundert während der arabisch-islamischen Expansion zunehmend arabisiert worden, so dass heute nur noch kleinere Teile der Bevölkerung dieser Länder die Berbersprache sprechen.

Berber gibt es auch in Libyen, Mauretanien, Ägypten und einigen westafrikanischen Staaten, vor allem in Burkina Faso, Niger, Tschad und Mali, wo allerdings keine Berbersprache mehr gesprochen wird.

Marokkos Berberdialekte teilen sich in drei Sprachregionen ein:

Tamazight bezeichnet auch die Berbersprache allgemein und fungiert als Standarddialekt, Berber werden Amazigh genannt. Für die überwiegend gesprochene Sprache wurde ein Alphabet entwickelt, das Tifinagh genannt wird.

Algeriens Berber teilen sich in vier Dialektfamilien ein:

  • etwa zwei Drittel der algerischen Berber leben in der kabylischen Region und sprechen den lokalen Dialekt Thaqbaïlith;
  • eine kleine Gruppe spricht Chaouias im Auresgebirge bis in den Osten des Landes.
  • vereinzelte, geringe Zahlen von Berbern sprechen Mzab-Wargla im Süden des Landes,
  • sowie Touareg unter den Tuareg-Nomaden in der Sahara.

Kultur[Bearbeiten]

Ag Alhabib (2011), Gründer der Tuareg-Band Tinariwen

Früher vorhandene mutterrechtliche Organisationsformen aus vorislamischer Zeit lassen sich noch in einigen Mythen nachweisen oder zumindest vermuten. Auf ein altes Mutterrecht könnte die leichtere Scheidungsmöglichkeit der Frauen zurückzuführen sein. Frauen besitzen teilweise mehr Entscheidungsbefugnisse als in arabischen Gesellschaften. Im Zuge einer verstärkten Hinwendung zu einem orthodoxen Islam sind im Laufe des 20. Jahrhunderts bestimmten Gruppen von Frauen zuvor zugestandene Freiheiten verschwunden. Dazu gehörten zum Beispiel in Südalgerien unverheiratete Frauen, die den erotischen Vergnügungstanz Oulad Nail aufgeführt haben. Andere, weniger anzügliche Tänze wie der Fruchtbarkeitstanz Abdaoui im Osten Algeriens dürfen dagegen noch von Frauen aufgeführt werden.

Kabylische Vase, gefertigt im 19. Jahrhundert in Algerien

Gastfreundschaft ist in der Kultur tief verankert. Mit Ausnahme der Tuareg sind die Berber sesshaft. Das berberische Nomadenvolk der Tuareg hat eine eigene, aus dem altlibyschen bzw. phönizischen Alphabet entwickelte Schrift, das Tifinagh. Sie besaßen einen eigenen Kalender, der fast in Vergessenheit geraten ist; die Zeitrechnung begann im Jahr 950 v. Chr. Dieses Datum entspricht der Besteigung des ägyptischen Throns durch einen Berberkönig, Scheschonq I., einem Libyer (altägyptisch libu). Dieser gründete die Dynastie der Bubastiden, benannt nach ihrer Hauptstadt Bubastis im Nildelta.

Die heutigen Berber sind stark von der Kultur früherer Invasoren (Araber, Osmanen, Franzosen und Spanier) geprägt. Die Berbergruppen, die ihre Sprache und Tradition am besten bewahrt haben, im Besonderen die Kabylen in der Kabylei in Nordalgerien, die Schlöh und Rifkabylen in Marokko, waren im Allgemeinen am wenigsten fremder Herrschaft ausgesetzt.

Tätowierungen[Bearbeiten]

Tunesische Berberfrau (um 1900), mit Gesichtstätowierung

Unter Berber-Frauen waren traditionelle blau-grüne Tätowierungen im Gesicht, an den Unterarmen, den Handgelenken und den Waden kulturell verankert. Die Tätowierungen bestanden aus spirituellen Schriftzeichen, entlehnten Symbolen und Ornamenten. Die auf Verzierungen von Häusern und Alltagsgegenständen vorkommenden Muster sind Ausdruck von Verbundenheit mit Natur und Kosmos und symbolisieren Fruchtbarkeit und Schutz. Zwischen den einzelnen Volksstämmen variierten die Ornamente. Inspiriert sind die meist symmetrischen Linien und Kreuze durch Tiere, Natur und Himmelskörper wie Espen, Eschen, Feigenbäume, Palmen, Mond, Sterne, Schlangen, Krebse, Skorpione, Schmetterlinge und Fische.

Die zu stechenden Muster wurden zunächst vorgezeichnet und anschließend mit einer Nadel in die Haut gestochen. Die blaue Farbe wurde aus einer Pflanze („Niledsch“) gewonnen. Alternativ wurde Ruß oder Holzkohle verwendet. Die gestochenen Stellen wurden anschließend mit einer Pflanze eingerieben, die einen grünen Farbstoff beinhaltet („Kheddira“).

Bedingt unter anderem durch den Zuzug der Berber in die Städte und dem damit einhergehenden Einfluss der arabischen und westlichen Kultur wird die Tradition seit dem späten 20. und frühen 21. Jahrhundert kaum noch durchgeführt.[6]

Schmuck[Bearbeiten]

Während die arabisch-stämmige oder arabisch geprägte Bevölkerung des nördlichen Maghreb feinbearbeiteten Goldschmuck bevorzugte, blieb den in früheren Zeiten geldlos lebenden Berbern – oft massiver – Silberschmuck vorbehalten, der den oft nomadisch oder halbnomadisch lebenden Familien sowohl als Unheil abwehrend (apotropäisch) galt als auch in Notzeiten als Kapitalreserve diente. Dieser Familienschmuck wird – verstärkt seit der Mitte des 20. Jahrhunderts – von Antiquitätenhändlern aufgekauft. Einige wenige Stücke sind auch in den völkerkundlichen Museen der jeweiligen Länder zu sehen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Youcef Allioui: Timsal, enigmes berbères de Kabylie - commentaire linguistique et ethnographique, Paris, Ed. L'Harmattan, 1990, ISBN 2-7384-0627-0
  • Dalila Arezki: L'identité berbère, Paris, Séguier, Biarritz, Atlantica, 2004, ISBN 2-84049-393-4
  • Lamara Bougchiche: Langues et littératures berbères des origines à nos jours, Paris, Ibis Press, 1997, ISBN 2-910728-02-1
  • Jörg-Dieter Brandes: Die Geschichte der Berber. Von den Berberdynastien des Mittelalters zum Maghreb der Neuzeit. Casimir Katz Verlag, Gernsbach 2004, ISBN 978-3-925825-87-3.
  • Michael Brett, Elizabeth Fentress: The Berbers. People of Africa. Blackwell, Oxford 1996. ISBN 0-631-16852-4.
  • Salem Chaker: Amaziɣ (le/un) Berbère - Linguistique berbère. Etudes de syntaxe et de diachronie , Paris, Peeters, 1995, ISBN 2-87723-152-6
  • Salem Chaker: Études berbères et chamito-sémitiques, Paris [u. a.], Peeters, 2000, ISBN 90-429-0826-2
  • Margaret Courtney-Clarke, Geraldine Brooks: Die Berber-Frauen. Kunst und Kultur in Nordafrika. Frederking & Thaler, München 1997, ISBN 3-89405-357-7.
  • Encyclopédie Berbère. Édisud, Aix-en-Provence 1984, ISBN 2-85744-201-7
  • Ernest Gellner, Charles Micaud (Hrsg.): Arabs and Berbers: From Tribe to Nation in North Africa. Duckworth, London 1973
  • Malika Hachid: Les premiers Berbères - entre Méditerranée, Tassili et Nil, Aix-en-Provence, Édisud, 2000, ISBN 2-7449-0227-6
  • Gabi Kratochwil: Die Berber in der historischen Entwicklung Algeriens von 1949 bis 1990. Zur Konstruktion einer ethnischen Identität, K. Schwarz Verlag, Berlin 1996, ISBN 3-87997-254-0.
  • Alphonse Leguil: Contes berbères grivois du Haut-Atlas, Paris [u. a.], Harmattan, 2000, ISBN 2-7384-9904-X
  • Alphonse Leguil: Contes berbères de l'Atlas de Marrakech, Paris, L'Harmattan, 1988, ISBN 2-7384-0163-5
  • Bruce Maddy-Weitzman: Contested Identities: Berbers, ‘Berberism’ and the State in North Africa. The Journal of North African Studies, Bd. 6, Nr. 3, 2001
  • Makilam: Die Magie kabylischer Frauen und die Einheit einer traditionellen Berbergesellschaft. Kleio Humanities, Bremen 2007, ISBN 978-3-9811211-3-1.
  • Makilam: ZeichenSprache. Magische Rituale in der Kunst kabylischer Frauen. Kleio Humanities, Bremen 2007, ISBN 978-3-9811211-4-8.
  • Wolfgang Neumann: Die Berber. Mythos und Wandlung einer alten nordafrikanischen Kultur. DuMont Dokumente, Köln 1983, ISBN 978-3-7701-1298-2 .
  • Kurt Rainer: TASNACHT – Teppichkunst und traditionelles Kunsthandwerk der Berber Südmarokkos. Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz 1999, ISBN 3-201-01715-9.
  • Ulrich Rebstock: Die Ibāḍiten im Maġrib (2./8.-4./10. Jh.). Die Geschichte einer Berberbewegung im Gewand des Islam. Berlin 1983. Digitalisat
  • Gerhard Schweizer: Die Berber. Ein Volk zwischen Rebellion und Anpassung. Wiener-Verlag, Himberg bei Wien 1984 ISBN 3-7023-0123-2
  • G. Yver: Art. "Berbers. I. History, b) Before Islam" in The Encyclopaedia of Islam. New Edition Bd. I., S. 1174a-1175a.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Berber – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mohand Akli Haddadou: Le guide de la culture berbère. Paris Méditerranée, Paris 2000, S. 13–14
  2. www.mondeberbere.com
  3. Vgl. dazu Yver: Art. "Berbers." in EI² S. 1174b.
  4. Vgl. dazu T. Lewicki: Art. "Misrāta" in The Encyclopaedia of Islam. New Edition Bd. VII, S. 186a-187a. Hier S. 186b.
  5. Vgl. Rebstock: Die Ibāḍiten im Maġrib. 1983, S. 1-56.
  6. Schlangen, Schakale und Skorpione - Berber-Tätowierungen in Nordafrika, journal-ethnologie.de