Baden-Württemberg Stiftung

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Baden-Württemberg Stiftung
Logo der Baden-Württemberg Stiftung
Rechtsform: Gemeinnützige GmbH
Zweck: Unterstützung der Zukunftsfähigkeit Baden-Württembergs
Vorsitz: Winfried Kretschmann
Geschäftsführung: Christoph Dahl
Bestehen: seit 2000 (als Landesstiftung Baden-Württemberg)
Stifter: Land Baden-Württemberg
Stiftungskapital: 2,4 Mrd. Euro[1]
Mitarbeiterzahl: 22
Sitz: Stuttgart
Website: www.bwstiftung.de

Die Baden-Württemberg Stiftung gGmbH wurde im Jahr 2000 als Landesstiftung Baden-Württemberg mit Sitz in Stuttgart gegründet. Das von der Baden-Württemberg Stiftung verwaltete Vermögen beträgt ca. 2,4 Milliarden Euro.[1] Jedes Jahr stellt sie rund 40 bis 50 Millionen Euro für gemeinnützige Programme und Projekte zur Verfügung und zählt damit zu den großen Stiftungen in Deutschland, wenngleich sie keine Stiftung im eigentlichen Rechtssinne sondern eine gemeinnützige GmbH ist.

Organisation[Bearbeiten]

Im Jahr 2000 ist die Baden-Württemberg Stiftung gGmbH aus den ehemaligen Landesbeteiligungen Baden-Württemberg GmbH hervorgegangen. Sie ist eine hundertprozentige Tochter des Landes Baden-Württemberg. Die Stiftung wird von einem Aufsichtsrat begleitet, der aus 18 Mitgliedern besteht. Vorsitzender des Aufsichtsrats ist der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Die Geschäftsstelle hat ihren Sitz in Stuttgart.

Ziele[Bearbeiten]

Gesellschaftszweck ist die Förderung von gemeinnützigen Projekten. Jährlich initiiert und unterstützt sie Programme und Projekte mit Mitteln in Höhe von bis zu 50 Millionen Euro.[1] Als operative Stiftung privaten Rechts führt sie vorwiegend eigene Projekte durch, deren Schwerpunkte in den Bereichen Forschung, Bildung sowie in der Sozialen Verantwortung liegen.

Themen[Bearbeiten]

Forschung[Bearbeiten]

Die Stiftung unterstützt Forschungsprogramme mit dem Ziel, neue Methoden und Verfahren in Naturwissenschaft und Technik zu entwickeln und bestehende zu optimieren. Ziel der Stiftung ist es dabei, Baden-Württemberg als attraktiven Forschungsstandort im internationalen Wettbewerb zu etablieren.

Der Bereich Forschung ist untergliedert in folgende Forschungszweige: Lebenswissenschaften, Photonik, Miniaturisierung, Informations- & Kommunikationstechnologien (IuK), Umwelt & Energie, Neue Verfahren und Materialien, Strukturförderung sowie Wissenschaft & Öffentlichkeit.

Mit dem Forschungsprogramm Optische Technologien, das bereits 2001 als Programmlinie eingerichtet wurde, möchte die Baden-Württemberg Stiftung nach eigener Aussage dazu beitragen, der großen Bedeutung der Optischen Technologien als Schlüssel- und Querschnittstechnologie für baden-württembergische Unternehmen gerecht zu werden. Bisher hat die Stiftung im Bereich der Optischen Technologien fast 17 Mio. Euro in Forschungsprojekte investiert.[2]

Die Stiftung unterstützt zudem das Kompetenznetzwerk Funktionelle Nanostrukturen, welches die Herstellung, Eigenschaften und Funktionsweise funktioneller Nanostrukturen erforscht und deren Anwendung und Weiterentwicklung vorantreibt. Nanostrukturen finden sich beispielsweise in Medikamenten zur Bekämpfung bestimmter Krebsarten, leistungsfähigen Mikrochips oder kratzbeständigen Lacken. Das Netzwerk umfasst mehr als 200 Wissenschaftler an sieben Standorten in Baden-Württemberg. Die Baden-Württemberg Stiftung hat bislang rund 60 Projekte mit knapp 21 Millionen Euro finanziert (Stand: Ende 2011).

Bildung[Bearbeiten]

Das Baden-Württemberg-Stipendium fördert den internationalen Austausch

Die Stiftung engagiert sich nach eigener Aussage in zahlreichen Bildungsthemen, um Zukunftsperspektiven zu erweitern und die Innovationskraft Baden-Württembergs zu stärken. Die Programme sollen Talent und Erfindergeist unterstützen, zur Stärkung des internationalen Austausches beitragen und lebenslanges Lernen fördern.

Der Bereich Bildung ist in folgende Themenkomplexe gegliedert: frühkindliche Bildung & Sprachkompetenz, Jugend & Beruf, Internationales & Hochschule, lebenslanges Lernen sowie Transfer.

Das Baden-Württemberg-Stipendium ist ein Programm, das der Förderung des internationalen Austausches von qualifizierten jungen Menschen dient. Gefördert werden baden-württembergische Stipendiaten, die eine Zeit im Ausland verbringen wollen sowie Stipendiaten aus dem Ausland, die Baden-Württemberg kennenlernen möchten.

Seit September 2010 tourt die mobile Informations- und Bildungsinitiative Expedition N – Nachhaltigkeit für Baden-Württemberg durch das Bundesland. Im Inneren des zweistöckigen Expeditionsmobils wartet eine interaktive Multimedia-Ausstellung zu den Themen Energienutzung in der Praxis, Elektromobilität und dem Einsatz regenerativer Rohstoffe auf die Besucher. Die in dieser Form europaweit einmalige Bildungsinitiative erreicht nach Angaben der Baden-Württemberg Stiftung ca. 100.000 Besucher pro Jahr.

Gesellschaftlicher Wandel & Kultur, Soziale Verantwortung[Bearbeiten]

Komm mit in das gesunde Boot soll Kindern Ernährungskompetenzen vermitteln

Die Stiftung bezieht nach eigenen Angaben mit ihren Programmen und Projekten alle sozialen Gruppen mit ein, um Baden-Württemberg als lebenswertes und kulturell aktives Land zu erhalten.

Der Bereich Gesellschaftlicher Wandel & Kultur, soziale Verantwortung ist folgendermaßen untergliedert: Frühkindliche Förderung, Prävention (Sucht & Gewalt), Integration, Behindertenförderung, Gesundheit & Pflege, Ehrenamtliches Engagement und Kultur.

Ziel des Programms Komm mit in das Gesunde Boot ist es, Kinder auf spielerische Art an gesunde Ernährung heranzuführen und die Freude an Bewegung zu wecken. Von der Baden-Württemberg Stiftung ausgebildete Ernährungs- und Bewegungsfachkräfte unterstützen Tageseinrichtungen dabei, den Alltag der Kinder bewegungsfreundlicher zu gestalten und den Kindern Ernährungskompetenzen zu vermitteln.

Die im Jahr 2002 gegründete Stiftung Kulturpreis Baden-Württemberg der Volksbanken Raiffeisenbanken und der Baden-Württemberg Stiftung vergibt den Kulturpreis Baden-Württemberg alle zwei Jahre im thematischen Wechsel. Er ist mit insgesamt 25.000 Euro dotiert und teilt sich in einen Haupt- und einen Förderpreis. Ausgezeichnet werden herausragende Leistungen in den Bereichen Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Film/Neue Medien, Literatur und Musik. Die Preisträger müssen einen erkennbaren Bezug zum Land Baden-Württemberg aufweisen. 2011 standen die „Neuen Medien“ im Mittelpunkt des Wettbewerbs. Der Licht-, Klang- und Medienkünstler Walter Giers erhielt den diesjährigen Hauptpreis. Der Förderpreis ging an Pipo Tafel.

Unterstiftungen (unselbstständig)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Jahrbuch 2012 (PDF; 6,8 MB) der Baden-Württemberg Stiftung.
  2. Forschungsprogramm Optische Technologien der Baden-Württemberg Stiftung.