Balinesische Musik

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Balinesische Musikanten.
Kempul-Gongs in Java.

Balinesische Musik ist die Musik der zu Indonesien gehörenden Insel Bali. Der größte Teil der balinesischen Musik ist instrumental und wird mit einem Gamelan genannten Ensemble aufgeführt, wie es vergleichbar auch auf der größeren Nachbarinsel Java vorkommt. In der vom Buddhismus und Hinduismus geprägten vorislamischen Zeit wurden einige musikalische Formen von Ostjava nach Bali eingeführt. Ab dem 17. Jahrhundert entwickelte sich die balinesischen Musik weitgehend eigenständig.

Ein Vokalstil ist der Affen nachahmende Chorgesang beim Kecak-Tanz.

Balinesische Instrumente sind Bronze-Metallophone, Bambus-Xylophone, Gongs, der Gongkreis trompong sowie eine Vielzahl von Trommeln und Rasseln wie das angklung. Es gibt verschiedene Größen von Bambusflöten (suling) und eine zweisaitige Stachelfiedel (rebab).

Eine im 20. Jahrhundert entwickelte Form des Gamelan ist der Kebyar, ein energiegeladener Stil, dessen jüngste Variante kreasi baru („neue Kreation“) genannt wird.

Literatur[Bearbeiten]

  • Lisa Gold: Music in Bali. Experienceing music, expressing culture. OUP, New York 2005, ISBN 978-0-19-514149-8 (+ 1 CD).
  • Danker Schaareman (Hrsg.): Balinese music in context. A sixty-fifth birthday tribute to Hans Oesch. Edition Amadeus, Winterthur 1992, ISBN 3-905049-51-1.
  • Ernst Schlager: Rituelle Siebenton-Musik auf Bali (Forum ethnomusicologicum; Bd. 1). Francke, Bern 1976, ISBN 3-7720-1316-3 (2 Bde.).

Weblinks[Bearbeiten]