Bankbeamter

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Bankbeamter ist eine nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für den Mitarbeiter einer Bank. Bankbeamte sind keine Beamten im juristischen Sinne.[1]

Begriffsherkunft[Bearbeiten]

Beamter im juristischen Sinne ist nur, wer in einem öffentlichen Dienst- und Treueverhältnis zu einer Juristischen Person des Öffentlichen Rechts mit Dienstherrenfähigkeit steht. Allerdings gewährten viele Banken ihren Angestellten bis weit ins 20. Jahrhundert hinein eine den Regelungen des Öffentlichen Dienstes vergleichbare soziale Absicherung sowie eine praktisch unkündbare Stellung. [2] Da zudem die Bürotätigkeit bei einer Bank regelmäßig der eines Mitarbeiters der öffentlichen Verwaltung ähnelte, bürgerte sich der Begriff des Bankbeamten ein.[3] Einen Sonderfall stellen die Sparkassen dar, deren zumindest leitenden Mitarbeiter in der Vergangenheit meist verbeamtet waren, in einigen Sparkassengesetzen war dies sogar vorgeschrieben. [4] Von Verbeamtungen sehen die meisten Sparkassen inzwischen ab, doch sind sie je nach Kommune weiterhin möglich. Die Grundamtsbezeichnungen sind analog jenen des öffentlichen Dienstes, mit dem Zusatz Sparkassen, also etwa Sparkassenoberinspektor (Besoldungsstufe A10), Sparkassenoberamtsrat (A13), Sparkassenoberrat (A14), Leitender Sparkassendirektor (A16).[5] Dienstherr ist jedoch nicht die Sparkasse, sondern der Gewährleistungsträger, meist die Kommune. Das Sparkassenbeamtentum wurde ab den 1980er Jahren in den Sparkassengesetzen der meisten Bundesländer gestrichen.

Sonstiges[Bearbeiten]

Analog dazu spricht man bei an einem Schalter tätigen Mitarbeitern auch von Schalterbeamten.[6][7] Der Beamtenversicherungsverein ist der historische Name des Versorgungswerkes der Mitarbeiter der privaten Banken in Deutschland.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bernhard Kapsa in: Geigel/Haag, Der Haftpflichtprozess, 26. Auflage, München 2011, Kapitel 20, Rn. 15.
  2. Otto Hübner: Die Banken, 1853, S. 44 Online von
  3. Lothar Gall: Die Deutsche Bank, 1870-1995, S. 116 Online
  4. Christoph E. Hauschka: Die Dienstrechtsstellung der Vorstandsmitglieder der öffentlichrechtlichen Sparkassen, Band 31 von Untersuchungen über das Spar-, Giro- und Kreditwesen: Rechtswissenschaft, Berlin 1981, S. 36ff
  5. Thorsten Franz: Einführung in die Verwaltungswissenschaft, Wiesbaden 2013, S. 92f.
  6. vgl. RGZ 86, 87 ff.
  7. vgl. Claudia Schubert in: Hartmut Oetker, Kommentar zum Handelsgesetzbuch, 2. Auflage, München 2011, § 54, Rn. 12.