Bardaï

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21.35444444444417.000555555556Koordinaten: 21° 21′ 16″ N, 17° 0′ 2″ O

Karte: Tschad
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Bardaï
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Tschad

Bardaï ist eine Kleinstadt mit 1500 Einwohnern im Nordwesten des Tschad und Hauptstadt der 2008 erschaffenen Region Tibesti.

Der erste Europäer, der von Bardaï berichtete, war der deutsche Afrikaforscher Gustav Nachtigal. Er erreichte Bardaï im Jahre 1869 von Mursuk aus kommend, musste jedoch schon nach kurzer Zeit wegen der feindseligen Haltung der lokalen Tubu-Bevölkerung flüchten.

1974 erlangte Bardaï internationale Aufmerksamkeit, als eine von Hissène Habré angeführte Rebellengruppe die Stadt angriff und die französische Archäologin Françoise Claustre, den französischen Entwicklungshelfer Marc Combe und den deutschen Arzt Christoph Staewen als Geiseln gefangen nahm. Bei der Aktion kamen mehrere Menschen ums Leben, u.a. auch Staewens Frau Elfriede.[1][2][3]

Bardaï ist erreichbar über den Flugplatz Bardaï-Zougra.[4]

Literatur[Bearbeiten]

  • Christoph Staewen: Eine Fahrt ins Tibesti, Verlag G. Richter, 1. Auflage 2005, ISBN 3-00-015063-3 (Reisebericht aus dem Frühjahr 1964)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://archiv.preussische-allgemeine.de/1974/1974_07_06_27.pdf
  2.  Deutscher Rebellen-Funk. In: Der Spiegel. Nr. 25, 1974, S. 16-17 (17. Juni 1974, online).
  3.  Zum Weinen. Einer französischen Archäologin droht in Afrika die Erschießung, weil Paris aus Gründen der Staatsräson zögerte, Lösegeld zu zahlen. In: Der Spiegel. Nr. 38, 1975, S. 96-98 (15. September 1975, online).
  4. http://www.airport-data.com/world-airports/FTTZ/