Bartholomeus van der Helst

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Bartholomeus van der Helst, Selbstporträt

Bartholomeus van der Helst (* um 1613 in Haarlem; † vor 16. Dezember 1670 in Amsterdam) war ein holländischer Maler.

Leben[Bearbeiten]

Helst, der zunächst ein Schüler von Nicolaes Eliaszoon Pickenoy war[1], scheint sich danach unter dem Einfluss von Frans Hals, dann in Amsterdam unter dem Einfluss von Thomas de Keyser und Rembrandt gebildet zu haben. Sein frühestes datiertes Bild von 1637 stellt die Regenten des Waale Weeshuis zu Amsterdam im Rathaus dar.

Das Schützenmahl der Amsterdamer Bürgergarde zur Feier des Westfälischen Friedens 1648
Porträt eines Patrizierpaares

Sein Hauptwerk ist das im Reichsmuseum zu Amsterdam befindliche Schützenmahl, welches die Amsterdamer Bürgergarde zur Feier des Westfälischen Friedens 1648 veranstaltete, ein kolossales Bild mit 25 lebensgroßen Figuren. Die sprechenden Gesichtszüge, die Meisterschaft der Modellierung, die kräftige, klare Färbung erheben dasselbe zu einem Hauptwerk aller Zeiten.

Nicht ganz auf derselben Höhe steht das immer noch ausgezeichnete große Bild: die Vorsteher des Amsterdamer Schützenkorps (1657), von dem sich eine kleinere, von dem Künstler 1658 gemalte Wiederholung im Louvre befindet. Die Behandlung ist hier schon zahmer, die Farbe minder kräftig. Diese Richtung bekommt später immer mehr die Oberhand, so dass wir Helst zuletzt einer ziemlich kraftlosen, selbst manierierten Auffassung huldigen sehen. Porträts von ihm, die sich meist durch vornehme Haltung und glatte, saubere Behandlung auszeichnen, finden sich zahlreich in den Galerien, sein Selbstbildnis von 1657 in den Uffizien zu Florenz.

1653 gründete er mit dem Bildnismaler N. de Helt-Stokade in Amsterdam die St.Lukas-Gilde. Er starb im Dezember 1670.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bartholomeus van der Helst – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bob Haak: Das goldene Zeitalter der holländischen Malerei. DuMont, Köln 1984, S. 290
Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
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